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Kind mit Spielzeugwaffe am Bahnhof Dingolfing löst Einsatz aus

Kind mit Spielzeugwaffe am Bahnhof Dingolfing löst Einsatz aus

Ein 13 Jahre alter Junge hat am Bahnhof in Dingolfing mit einer Spielzeugwaffe einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er zielte damit auf Autofahrer – diese verständigten die Beamten. Der Jugendliche wurde vorübergehend festgenommen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Am Bahnhof in Dingolfing hat am Donnerstagvormittag ein 13-jähriger Junge mit einer täuschend echten Spielzeugwaffe auf fahrende Autos gezielt. Wie die Polizei auf BR-Anfrage mitteilte, hieß es bereits beim Notruf, dass es sich um eine Spielzeugwaffe handeln könnte. Davon seien die Einsatzkräfte von Anfang an ausgegangen.

13-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen

Trotzdem machten sich mehrere Streifen auf den Weg. Der 13-jährige Junge mit syrischer Staatsangehörigkeit wurde kurz darauf widerstandslos festgenommen. Erst danach konnten die Beamten sicher feststellen, dass es sich tatsächlich um eine Spielzeugwaffe handelte. Er verbrachte eine kurze Zeit auf dem Revier, wo er durch die Beamten eindringlich über sein Handeln belehrt wurde, so ein Sprecher. Im Anschluss wurde er seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Michael Burghard von der Polizei Dingolfing sagte dem BR, es war schwierig zu unterscheiden, die Waffe sah täuschend echt aus. Seit dem Vorfall in München-Schwabing, bei dem die Polizei einen 14-Jährigen mit einer Softair-Waffe niedergeschossen hatte, seien die Einsatzkräfte besonders sensibel, so Burghard, "wie auch vorher schon".

Zeugen sollen sich bei der Polizei melden

Verletzt wurde in Dingolfing niemand. Die Erziehungsberechtigten, das Ausländeramt, Jugendamt und weitere Stellen wurden laut Polizei hinzugezogen. Autofahrer, die sich dadurch bedroht fühlten und möglichweise auswichen, sollen sich jetzt bei der Polizei Dingolfing melden. Es gehe um gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, heißt es, auch wenn der 13-Jährige juristisch schuldunfähig sei.

Kinder mit täuschend echten Spielzeugwaffen: kein Einzelfall

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Mittwochabend im oberfränkischen Hof. Zwei 16- und 17-jährige Jugendliche hatten dort einen Polizeieinsatz ausgelöst, weil sie mit täuschend echt aussehenden Softairwaffen durch die Innenstadt liefen. Eine Passantin habe die Polizei alarmiert. Die beiden händigten den Angaben der Polizei zufolge den Beamten die Waffen aus. Gegen sie wurde laut Polizei jeweils ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Und auch der Vorfall mit einer täuschend echten Spielzeugwaffe in München-Schwabing reiht sich in die Serie ein. Mitte August hatte ein Polizist einen 14-Jährigen mit einer Softair-Pistole, die einer echten Beretta Pistole täuschend ähnlich sah, angeschossen und schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft München prüft gemeinsam mit dem Landeskriminalamt weiterhin die Rechtmäßigkeit des Schusses. Polizei und die Familie des Jugendlichen schildern den Ablauf des Vorfalls unterschiedlich.

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