- Kommunalwahl Bayern 2026: Aktuelle News und Hintergründe
- Kommunalwahl Bayern 2026: Alle Ergebnisse und Zwischenstände der Stichwahl im Überblick
- News zur Stichwahl aus Ihrem Regierungsbezirk in der Nachlese: Oberbayern, Niederbayern, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Oberpfalz, Schwaben
23.00 Uhr: Einer der jüngsten Landräte Bayerns sitzt künftig in Ansbach
Im mittelfränkischen Landkreis Ansbach wird es einen Wechsel im Landratsamt geben. Der amtierende Landrat Jürgen Ludwig (CSU) wurde abgewählt. Sein 33-jähriger Gegenkandidat Marco Meier (FW) kam mit 78,4 Prozent auf eine deutliche Mehrheit der Stimmen. Amtsinhaber Ludwig erhielt 21,6 Prozent. Alles zum Wahlsieg Meiers haben wir hier zusammengefasst.
22.49 Uhr: Einziger großer CSU-Sieg im Landkreis Rosenheim -Lederer bleibt Landrat
Während sich einige Amtsinhaber bei der Stichwahl im Landkreis Rosenheim geschlagen geben musste, hat sich Landrat Otto Lederer von der CSU in einem spannenden Duell durchgesetzt. Mit 53,4 Prozent hat Lederer die Stichwahl für sich entschieden. "Es ist es uns wohl gelungen, jetzt auch im Stichwahlkampf die Menschen zu mobilisieren und selbst bei dem Wetter zur Urne zu gehen, wobei auch bei uns die Wahlbeteiligung (44,5 Prozent) deutlich niedriger war als bei der ursprünglichen Wahl", so Lederer im BR-Interview.
Bei den Stichwahlen in den großen Städten lief es schlecht für seine Parteikollegen. In Bad Aibling hat Amtsinhaber Stephan Schlier (CSU) gegen seine Herausforderin verloren. In Kolbermoor setzte sich der Kandidat der Parteifreien Wählervereinigung Kolbermoor mit fast 80 Prozent gegen den CSU-Kandidaten durch. Und auch in Raubling wird kein CSUler Bürgermeister. Franziska Pfaffenhuber von den Freien Wählern entschied die Stichwahl am Sonntag mit gut 60 Prozent eindeutig für sich.
Eine der größten Überraschungen: In der Stadt Rosenheim hat die CSU den Oberbürgermeister Posten an die SPD verloren. Amtsinhaber Andreas März (CSU) unterlag. Neuer Oberbürgermeister wird der 32-jährige Rechtsanwalt Abuzar Erdogan mit 53,4 Prozent.
22.42 Uhr: Grüne holen Oberbürgermeisteramt in München - SPD gesteht Niederlage ein
Sensation in München: Zum ersten Mal stellen die Grünen in der früheren SPD-Hochburg den Oberbürgermeister. Der 35-Jährige Dominik Krause konnte in der Stichwahl Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) bezwingen. Krause war bislang zweiter Bürgermeister in der bayerischen Landeshauptstadt. Der unterlegene Reiter hat derweil das Ende seiner politischen Laufbahn angekündigt. Lesen Sie mehr dazu.
22.39 Uhr: Grüner Kandidat schlägt Ex-FDP-Generalsekretärin Gruß in Elchingen
Die ehemalige bayerische FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß ist bei der Bürgermeisterwahl in Elchingen in Schwaben trotz einer breiten Unterstützung mit 49 Prozent knapp gescheitert. Neuer Rathauschef in der Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm wird der Grüne Daniel Schaefer mit 51 Prozent der Stimmen, er setzte sich in der Stichwahl durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,7 Prozent, wie die Gemeinde bekanntgab.
Die frühere Bundestagsabgeordnete Gruß wurde von CSU und den Freien Wählern Elchingen sowie weiteren Gruppen bei der Kommunalwahl unterstützt. Sie war von 2009 bis 2013 Generalsekretärin der FDP in Bayern, als die Liberalen als Koalitionspartner der CSU Teil der Staatsregierung waren.
22.36 Uhr: CSU kann in Nürnberg erstmals über Wiederwahl jubeln
In Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg hat CSU-Oberbürgermeister Marcus König das Rathaus verteidigt. Nach Auszählung aller Stimmen liegt König mit 55,5 Prozent in der Stichwahl vor seinem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed (44,5 Prozent). Das Besondere dabei: König ist der zweite CSU-Oberbürgermeister im Nachkriegs-Nürnberg. Er hat aber als erster CSU-Kandidat eine zweite Amtszeit erreicht. "Es ist auch ein historischer Moment für uns als Partei, weil es noch nie einen CSU-Oberbürgermeister gab, der wiedergewählt worden ist", sagte König im Interview mit dem BR. Mehr zu diesem historischen Ergebnis hier.
22.30 Uhr: Freie Wähler verdoppeln Zahl ihrer Landratsposten
Großer Erfolg für die Freien Wähler bei den Stichwahlen in Bayern: Die Partei von Hubert Aiwanger konnte die Zahl ihrer Landratsposten bei den Kommunalwahlen insgesamt verdoppeln. Bisher hatten die Freien Wähler insgesamt 14 Landrätinnen und Landräte in Bayern gestellt. Künftig sind es 28. Darin enthalten sind auch Bewerber, die formal nur für regionale Freie-Wähler-Gruppen ins Rennen gegangen waren.
Dabei konnten ihre Kandidaten der in Bayern dominanten CSU einige der prestigeträchtigen Ämter abjagen. Unter anderem gewannen die jeweiligen Freie-Wähler-Kandidaten die Stichwahlen in den Landkreisen Kelheim, Donau-Ries und Berchtesgadener Land, teilweise - wie in Kelheim - gegen langjährige Amtsinhaber. Und: Im oberpfälzischen Amberg nahmen die Freien Wähler der CSU den Chefposten im Rathaus ab. Ebenso im schwäbischen Kempten.
22.25 Uhr: Bayreuth künftig wieder in SPD-Hand
SPD-Herausforderer Andreas Zippel ist der neue Oberbürgermeister von Bayreuth. In der Stichwahl setzte er sich deutlich mit 62,8 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Thomas Ebersberger von der CSU durch, der nach Auszählung aller Gebiete auf 37,2 Prozent kam. Zippel hatte schon im ersten Wahlgang vor zwei Wochen einen Vorsprung auf Ebersberger erreicht. Der 34 Jahre alte Jurist Zippel war zuletzt zweiter Bürgermeister in der Festspielstadt. Eine Analyse zur Stichwahl in Bayreuth finden Sie hier.
22.18 Uhr: CSU muss Chefposten in Augsburg und Kempten abgeben
In Schwaben hat der Wahlabend heute für einige Wechsel in den Chefetagen der Rathäuser gesorgt. Sowohl in der Bezirkshauptstadt Augsburg als auch in Kempten im Allgäu haben die Christsozialen die Stichwahl verloren. In Kempten setzte sich Christian Schoch (FW) mit 55 Prozent durch, in Augsburg übernimmt mit 56,6 Prozent der Stimmen künftig Florian Freund von der SPD das Ruder. Mehr zur Stichwahl in beiden Städten hier.
22.08 Uhr: Nach UWG-Rücktritt wegen Anfeindungen - CSU übernimmt in Dingolfing
Nach dem überraschenden Rücktritt des Bürgermeisters von Dingolfing im vergangenen November hat die niederbayerische Stadt einen neuen Rathaus-Chef gewählt: CSU-Kandidat Valentin Walk machte in der Stichwahl mit 72,1 Prozent das Rennen. Sein Kontrahent Jürgen Ohr von "Bürger für Bürger" (BfB) landete bei 27,9 Prozent. Walk hatte schon im ersten Wahlgang mit 44,5 Prozent der Stimmen vorn gelegen.
Der bisherige Bürgermeister Armin Grassinger (Unabhängige Wählergemeinschaft Dingolfing/UWG) wollte ursprünglich erneut zur Wahl antreten. Aufgrund von Anfeindungen und Bedrohungen gegen sich und seine Familie zog er sich jedoch zurück. Die Ermittlungen in dem Fall dauern laut Staatsanwaltschaft noch an. Die Amtsgeschäfte übernahm vorübergehend die Zweite Bürgermeisterin Maria Huber (UWG).
22.04 Uhr: Über fünf Jahrzehnte durchgehend ein SPD-Bürgermeister in Aschaffenburg - jetzt regiert die CSU
Der bisherige Chef der Kriminalpolizei Aschaffenburg, Markus Schlemmer (CSU), hat Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) vom Thron gestoßen. Erstmals seit 1970 wird somit ein CSU-Politiker ins Rathaus der Stadt am Untermain einziehen. Schlemmer, 57 Jahre alt, setzte sich bei der Stichwahl mit 56,3 Prozent der gültigen Stimmen durch. Der 65 Jahre alte Herzing, der 2020 erstmals ins Rathaus gewählt worden war, kam laut dem vorläufigen Ergebnis auf 43,7 Prozent. Die Reaktionen auf das Wahlergebnis können Sie hier nachlesen.
21.56 Uhr: Euphorische Stimmung bei neuem Regensburger OB
Die Freude ist groß bei den Gewinnern der Stichwahlen in der Oberpfalz. Thomas Burger (SPD), neuer Oberbürgermeister in Regensburg, fehlten nach dem Sieg gar die Worte: "Es ist unglaublich und zwar so unglaublich, dass ich gar kein zweites Adjektiv dazu habe", sagte er im Gespräch mit dem BR. Mehr zum Wahlsieg Burgers finden Sie hier.
21.48 Uhr: Deutliches Votum bei Landratswahl in Rottal-Inn
Martin Koppmann (FW) hat die Stichwahl um das Amt des Landrates im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn klar mit 79,0 Prozent gewonnen. Mit Jubelrufen und Sekt feierten er und sein Team das Ergebnis. Der gebürtige Oberpfälzer lebt seit 1993 im Landkreis, wohnt mit seiner Familie in Kirchdorf am Inn und arbeitet als Polizeibeamter im Raum Simbach am Inn – unter anderem in der Jugendarbeit und Prävention.
Der langjährige CSU-Landrat Michael Fahmüller musste dagegen eine schwere Niederlage verkraften. "Das Ergebnis ist eindeutig", sagte Fahmüller dem BR, "das ist aber Demokratie, mit dem kann ich leben und ich freue mich auf meinen neuen Ruhestand, mehr Zeit für Frau und Familie und das ist, glaube ich, hervorragend."
21.43 Uhr: Wahlbeteiligung in Bayerns größeren Städten deutlich niedriger
Bei gutem Wetter hatten die Bayern offensichtlich weniger Lust zu wählen als vor zwei Wochen. In den drei größten bayerischen Städten gab es für die Stichwahl eine deutlich niedrigere Beteiligung als bei der ersten Runde zwei Wochen zuvor. In München gaben lediglich 44,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, in der ersten Runde waren es noch 52,3 Prozent. In Nürnberg lag die Wahlbeteiligung heute bei 41,1 Prozent (51,2 Prozent vor zwei Wochen), in Augsburg bei 37,0 Prozent (51,8 Prozent), in Regensburg bei 46,2 Prozent (57,7 Prozent) und in Erlangen bei 56,0 Prozent (63,3 Prozent).
Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung bayernweit bei 63,4 Prozent gelegen - 4,7 Prozent höher als bei der Kommunalwahl davor, die damals aber auch in die Frühphase der Corona-Pandemie fiel.
21.26 Uhr: Bayern-SPD gibt sich nach Stichwahl zufrieden
Der bayerische SPD-Landesvorsitzende Sebastian Roloff sieht nach den Kommunalwahlen in Bayern Licht und Schatten. "Ganz grundsätzlich muss ich sagen, bin ich einigermaßen zufrieden", erklärte Roloff im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Mit einem Ergebnis von 12,5 Prozent sei die Partei "in der Fläche stabil geblieben", auch wenn es leichte Verluste gegeben habe. Die Zahl der SPD-Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten sank von 17 auf 16. "Natürlich hätte ich auch noch ein paar mehr genommen. Es tut mir sehr leid um die Amtsinhaber", so Roloff.
Besonders der Verlust in der Landeshauptstadt München sei "sehr schmerzhaft", betonte der SPD-Politiker, der München auch im Bundestag vertritt. Neben München musste die SPD auch in Hof und Erlangen Niederlagen hinnehmen. Demgegenüber stünden jedoch auch Erfolge. Roloff sagte, er freue sich "aber natürlich sehr, zum Beispiel über Schweinfurt, Augsburg oder Rosenheim."
21.18 Uhr: Stichwahl in Aichach-Friedberg – 22 Stimmen machen den Unterschied
Bei der Stichwahl um das Landratsamt im Landkreis Aichach-Friedberg hat sich Marc Sturm von den Freien Wählern mit einem Vorsprung von nur 22 Stimmen gegen CSU-Kandidat Peter Tomaschko durchgesetzt. Nach dem vorläufigen Endergebnis des Landratsamts kommt Sturm auf 27.300 Stimmen, Tomaschko auf 27.278, beide jeweils auf 50,0 Prozent. Das geht aus den veröffentlichten Zahlen des Landratsamts Aichach-Friedberg hervor.
Sturm zeigte sich im Gespräch mit dem BR "total geflasht" vom Ergebnis und sprach von einer spannenden Auszählung, die er wie einen Krimi empfunden habe. Er sagte, sein Team habe "gearbeitet, gerackert" und aus den vorhandenen Möglichkeiten alles herausgeholt. Der Kampf um jede Stimme – etwa mit verstärkter Präsenz in Mering und Friedberg – habe sich offenbar gelohnt.
Der unterlegene CSU-Bewerber Tomaschko räumte im Interview mit dem BR seine Enttäuschung darüber ein, dass es "gerade eben um 22 Stimmen" gegangen sei. Zugleich gratulierte er Sturm, bot ihm die Zusammenarbeit an und kündigte an, ihn als Landtagsabgeordneter nach Kräften zu unterstützen.
21.14 Uhr: Große Freude bei Bayerns Grünen-Spitze
Die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Gisela Sengl, hat sich "total glücklich" über die Ergebnisse der Stichwahlen gezeigt. Der Sieg in München sei "aus eigener Kraft" gelungen, so Sengl. Ihr Kandidat Dominik Krause sei "der genau Richtige für München. Er steht für die Zukunft, für Sachthemen. Er möchte was bewegen". Die Münchnerinnen und Münchner hätten ihn "ziemlich deutlich" gewählt.
Angesprochen darauf, dass die Grünen bei den Stichwahlen um die Landratsposten in fünf Duellen nur einen Sieg erringen konnten, äußerte sich Sengl dennoch sehr zufrieden. Über die gewonnene Wahl einer grünen Landrätin in Landsberg am Lech sagte sie: "Ja, wir haben eine gewonnen. Ist doch supertoll. Noch dazu eine Frau in Landsberg. Also besser kann man es doch gar nicht machen."
21.11 Uhr: Auto von Pegnitzer Bürgermeister angezündet? Rathauschef bleibt im Amt
Eine mutmaßliche Brandstiftung an seinem Fahrzeug sorgte überregional für Aufmerksamkeit, nun ist der Pegnitzer Bürgermeister Wolfgang Nierhoff im Amt bestätigt worden: Er erreichte laut vorläufigem Endergebnis 65,9 Prozent der abgegebenen Stimmen und lag damit klar vor seinem Herausforderer Stefan Krieg (CSU/FWG).
Im November war es zu dem Fall von mutmaßlicher Brandstiftung gekommen: Nach Angaben der Polizei hatte eine Anwohnerin einen Knall gehört und Rauch an einem geparkten Fahrzeug bemerkt. Die Polizei ging davon aus, dass absichtlich versucht wurde, das Fahrzeug in Brand zu setzen. Die Ermittlungen dauern an. Nierhoff hatte den Vorfall im November als "erschreckend" bezeichnet.
20.59 Uhr: CSU-Generalsekretär Huber zieht "durchwachsene" Bilanz des Wahlabends
CSU-Generalsekretär Martin Huber hat den Stichwahlabend der bayerischen Kommunalwahl "durchaus etwas durchwachsen" genannt. Er resümierte für seine Partei: "Wir haben schöne Erfolge, aber auch schmerzhafte Verluste." Gerade bei Stichwahlen verbündeten sich häufig alle anderen Parteien gegen die CSU.
Die Christsozialen haben unter anderem die OB-Stichwahlen in Augsburg und Regensburg verloren - und auch viele Stichwahlen um Landratsposten. Einige dieser prestigeträchtigen Ämter gingen an die Freien Wähler.
20.53 Uhr: Nach Untreuevorwürfe gegen Bürgermeister in Salzweg - Herausforderer siegt
Der wegen Untreuevorwürfen angeklagte erste Bürgermeister der niederbayerischen Gemeinde Salzweg, Josef Putz, ist sein Amt los. Bei der Stichwahl erhielt der CSU-Herausforderer Roman Holzinger 51,5 Prozent der gültigen Stimmen. Putz, unterstützt von der Freien Wähler Gemeinschaft, kam dagegen laut vorläufigem Ergebnis auf 48,5 Prozent. Wahlberechtigt waren knapp 5.500 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag laut Gemeinde bei 65,8 Prozent.
Putz ist seit längerem in den Schlagzeilen, weil ihn die Staatsanwaltschaft Landshut wegen des Verdachts von wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei Ausschreibungen sowie Untreue angeklagt hat. Demnach soll der Gemeinde im Landkreis Passau ein Schaden im oberen vierstelligen Bereich entstanden sein.
Für Putz gilt die Unschuldsvermutung. Er hatte zu den Vorwürfen gesagt: "Ich stehe ich einer etwaigen Verhandlung positiv gegenüber und erwarte zusammen mit meiner rechtsanwaltlichen Vertretung, dass die Vorwürfe entkräftet werden."
20.50 Uhr: FW-Vorsitzender Aiwanger sieht nach Stichwahlen "Steilvorlage für die nächste Landtagswahl"
Der Parteivorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat nach den Stichwahlen das Ergebnis der der bayerischen Kommunalwahl als "traumhaftes Ergebnis" für seine Partei bezeichnet. Man habe die Zahl der Landräte von 14 auf 28 verdoppelt, sagte Aiwanger dem BR. Er wertete dies als "Steilvorlage für die nächste Landtagswahl". Die Freien Wähler wollten dieser Verantwortung gerecht werden und verstünden sich als "Dienstleister der Bürger". Es gehe darum, "weniger streiten, sondern arbeiten".
Aiwanger verwies auf die deutlichen Zugewinne in den Regierungsbezirken. So stellen die Freien Wähler nun in Niederbayern vier von neun und in der Oberpfalz vier von sieben Landräten. Auch in bisherigen Hochburgen der CSU sei man nun stark vertreten und habe diese "orange" gefärbt, so der Parteivorsitzende. Das Ergebnis sei ein Auftrag für die Zukunft, man wolle aber nicht "intern die Muskeln spielen lassen".
20.46 Uhr: Wahlkrimi in Regensburg - Aufholjagd für SPD-Kandidat
Das Rathaus der Oberpfälzer Bezirkshauptstadt Regensburg wird weiterhin sozialdemokratisch regiert. SPD-Mann Thomas Burger gewann die Stichwahl mit 53,2 Prozent der Stimmen. CSU-Bewerberin Astrid Freudenstein kam auf 46,8 Prozent, wie die Stadt berichtete. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,2 Prozent.
Der Wahlkampf in Regensburg war damit von einer regenrechten Aufholjagd geprägt. Im ersten Wahlgang hatte noch Freundenstein deutlich in Front gelegen, Burger kam nur knapp vor der Grünen-Bewerberin Helene Sigloch in die Stichwahl. Die ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Freudenstein ist aktuell zweite Bürgermeisterin und kam in der ersten Runde auf 37,5 Prozent. Ihr Kontrahent und neuer Wahlgewinner Burger sitzt seit 2002 im Stadtrat und kam noch vor zwei Wochen auf lediglich 19,1 Prozent der Stimmen.
20.41 Uhr: CSU verliert nach 30 Jahren das Rathaus in Kempten
In Kempten ist CSU-Oberbürgermeister Thomas Kiechle nach zwei Amtszeiten abgewählt worden. Bei der Stichwahl konnte Freie-Wähler-Kandidat Christian Schoch 55 Prozent der Stimmen holen, Kiechle kam entsprechend auf 45 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent, wie die Allgäuer Stadt mitteilte.
Damit hat die CSU nach 30 Jahren wieder den Chefposten im Rathaus verloren. Im Jahr 1996 hatte der Christsoziale Ulrich Netzer das Rathaus erobert, das zuvor von der SPD regiert wurde. Im Jahr 2014 übergab Netzer das Amt an Thomas Kiechle, den Sohn des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle.
20.38 Uhr: Nach Wahlpanne in Passau steht Ergebnis fest
Andreas Rother (SPD) ist neuer Oberbürgermeister von Passau. Er setzte sich mit 65,6 Prozent gegen Herausforderer Armin Dickl (CSU) durch. Dickl kam auf 34,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent. Der amtierende OB Jürgen Dupper (SPD) war nicht wieder angetreten.
Kurz vor der Stichwahl war bekannt geworden, dass es zu einer Panne bei der Briefwahl gekommen war: Hunderte Briefwahlunterlagen waren während des Zustellungsprozesses offenbar verschwunden. Das Problem fiel auf, weil mehrere Bürger sich gemeldet hatten, deren Unterlagen nicht angekommen waren. Betroffene mussten im Wahlamt neue Unterlagen anfordern oder konnten ihre Stimme direkt vor Ort abgeben.
20.32 Uhr: Olympiasieger wird Bürgermeister in Berchtesgaden
Im Markt Berchtesgaden hat der CSU-Kandidat Alexander Resch die Bürgermeisterwahl gewonnen. Er setzte sich mit 53,2 Prozent der Stimmen gegen Christoph Angerer von den Freien Wählern durch. Der 46-jährige Resch ist vielen aus dem Spitzensport bekannt: Bei den Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City gewann er gemeinsam mit Patric Leitner Gold im Rennrodel-Doppelsitzer.
Heute arbeitet Resch als Vorstand beim Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Dort verantwortet er unter anderem die Finanzierung, verhandelt mit Bund und Ländern über Fördermittel sowie mit privaten Sponsoren und war auch an der Organisation von Weltcup-Rennen am Königssee beteiligt.
20.27 Uhr: Marcus König bleibt OB in Nürnberg - historisches Ergebnis für CSU
Der amtierende Oberbürgermeister Nürnbergs wird auch weiterhin an der Stadtspitze bleiben: Der 45-jährige Marcus König (CSU) wurde mit 55,5 Prozent gewählt. Sein Herausforderer Nasser Ahmed (SPD) erhielt 44,5 Prozent der Stimmen. (Vorläufiges Endergebnis). Die Wahlbeteiligung lag bei 41,1 Prozent.
König ist im Nachkriegs-Nürnberg erst der zweite Oberbürgermeister der CSU und der erste CSU-Kandidat, der eine zweite Amtszeit erreicht. Im Interview mit dem BR-Fernsehen zeigte sich König erleichtert darüber, dass der Wahlkampf nun beendet sei. Er werde sich weiter dafür einsetzen, Nürnberg in Richtung Zukunft zu führen. "Es ist auch ein historischer Moment für uns als Partei, weil es noch nie einen CSU-Oberbürgermeister gab, der wiedergewählt worden ist."
20.24 Uhr: Einzige grüne Landrätin Bayerns kommt aus Landsberg am Lech
Im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech regiert künftig Bayerns einzige grüne Landrätin. Daniela Groß setzte sich in der Stichwahl laut vorläufigem Endergebnis gegen Amtsinhaber Thomas Eichinger (CSU) durch.
Groß erzielte nach dem vorläufigen Ergebnis 61,5 Prozent der Stimmen - Eichinger landete bei 38,5 Prozent. Die beiden hatten im ersten Durchgang bei der Kommunalwahl nach dem vorläufigen Endergebnis mit 40,4 Prozent für Eichinger und 39,7 Prozent für Groß fast gleichauf gelegen. Eichinger hatte damit allerdings gegenüber der Wahl 2020 rund 18 Prozentpunkte verloren.
20.21 Uhr: Erstmals seit mehr als 60 Jahren kein CSU-OB in Rosenheim
In Rosenheim hat die CSU nach mehr als 60 Jahren den Oberbürgermeister-Posten verloren. SPD-Kandidat Erdogan Abuzar gewann die Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus gegen Amtsinhaber Andreas März (CSU). Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion überzeugte laut dem vorläufigen Ergebnis zufolge 53,4 Prozent der Wähler. März erzielte 46,6 Prozent. Die CSU stellte nach Angaben des Stadtarchivs seit 1961 durchgehend den Oberbürgermeister.
20.16 Uhr: Dauer-Landrat in Fürstenfeldbruck gewinnt Stichwahl
Im Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich in der Stichwahl der langjährige CSU-Landrat Thomas Karmasin gegen die grüne Kandidatin Ronja von Wurmb-Seibel durchgesetzt. Der 63-jährige Karmasin, der seit 30 Jahren im Amt ist, kam nach dem vorläufigen Endergebnis auf 56,5 Prozent, die 39-jährige Journalistin und Autorin Wurmb-Seibel erzielte 43,5 Prozent.
19.55 Uhr: CSU-Ära in Geiselbach zu Ende
In Geiselbach im Landkreis Aschaffenburg gibt es einen Amtswechsel. Hier war bislang Marianne Krohnen (CSU) Bürgermeisterin – und mit über 40 Amtsjahren Bayerns dienstälteste Bürgermeisterin. Doch nun kommen keine weiteren Jahre dazu: Krohnen hat in der Stichwahl heute nur 46,3 Prozent der Stimmen geholt und sich damit nicht gegen ihren Herausforderer Jan Maier (Wählergemeinschaft Bürgerforum Geiselbach) durchgesetzt. Er bekam 53,7 Prozent der Stimmen. Maier ist 40 Jahre alt und Fahrzeuglackierer-Meister. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,5 Prozent.
19.47 Uhr: Bürgermeister-Sekretärin übernimmt Amt im Unterallgäu
In Babenhausen übernimmt die bisherige Sekretärin des Bürgermeisters den Chefsessel im Rathaus: Die von den Freien Wählern Babenhausen unterstützte Alexandra Hörtrich holte bei der heutigen Stichwahl laut der Gemeinde 64 Prozent der Stimmen. Der ebenfalls parteilose Tobias Hiller, den die CSU unterstützt, erhielt 36 Prozent.
19.40 Uhr: Nach Kokainbesitz - CSU-Bürgermeister in Neubiberg bleibt im Amt
Der Bürgermeister der Gemeinde Neubiberg nahe München hat trotz seiner Bestrafung wegen Kokainbesitzes das Rennen um den Ratshaussessel gemacht. Der CSU-Politiker Thomas Pardeller erzielte bei der Stichwahl nach Auszählung aller Stimmen 54,7 Prozent. Die Grünen-Politikerin Carola Grimminger, die auch von der ÖDP unterstützt wurde, unterlag mit 45,3 Prozent.
Die Polizei hatte bei Pardeller im vergangenen Oktober eine geringe Menge Kokains gefunden. Er akzeptierte einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu je 190 Euro, insgesamt 11.400 Euro. Er sprach selbst von einem "Riesenfehler" und einer "Riesendummheit". Sein CSU-Ortsverband stellte sich hinter ihn – betonte aber, man halte an der grundsätzlich restriktiven Drogenpolitik der Gesamtpartei fest.
19.34 Uhr: Deutschlands dienstältester Oberbürgermeister in Neustadt bei Coburg abgewählt
Frank Rebhan (SPD) ist nicht mehr länger dienstältester Oberbürgermeister Deutschlands. In der Stichwahl unterlag der 66-Jährige, der seit 1995 OB ist, dem Herausforderer der CSU, Dominik Heike. Rebhan war nach mehr als 30-jähriger Amtszeit als OB in Neustadt bei Coburg erneut angetreten, weil er weiterhin "Freude an Politik" habe, wie er dem BR im Vorfeld der Wahl sagte. Rebhan erhielt nur 40,1 Prozent der Stimmen, Dominik Heike kommt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 59,9 Prozent der Stimmen. Der neue OB von Neustadt bei Coburg ist 44 Jahre alt und der Sohn des ehemaligen Landtagsabgeordneten und Staatssekretärs Jürgen W. Heike. Die Wahlbeteiligung in Neustadt b. Coburg lag bei 56,3 Prozent.
19.27 Uhr: Münchens OB Reiter räumt Niederlage ein
Der bisherige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat seine Niederlage bei der Stichwahl gegen den Grünen-Kandidaten Dominik Krause eingeräumt. Er gratuliere Krause zum Sieg und erkläre seine politische Laufbahn für beendet, sagte Reiter in München. Nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Stimmen in der bayerischen Landeshauptstadt lag Krause mit gut 58 Prozent deutlich vor Reiter.
Reiter sagte im BR: "Ein bitterer Abend für mich heute. Umso schlimmer, dass es letztlich auch ein bitterer Abend für die SPD ist. Ich hab's verbockt. Es ist meine Schuld. Ich will Danke sagen den Wählerinnen und Wählern, die mir trotzdem ihr Vertrauen gegeben haben." Seinem Kontrahenten Krause wünschte Reiter eine "glückliche Hand".
19.23 Uhr: CSU-Erfolg in einstiger SPD-Bastion Aschaffenburg
Spannung in der traditionellen SPD-Hochburg Aschaffenburg: Markus Schlemmer (CSU) löst mit 56,3 Prozent den bisherigen sozialdemokratischen Oberbürgermeister Jürgen Herzing ab. Dieser kam nur auf 43,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl lag bei 47,5 Prozent.
Schon bei der Wahl am 8. März lag Herausforderer Markus Schlemmer von der CSU vorne. Er hatte 41,1 Prozent der Stimmen bekommen. Der 65-jährige Amtsinhaber Jürgen Herzing lag bei 38,2 Prozent. Schlemmer ist 57 Jahre alt und Chef der Aschaffenburger Kriminalpolizei. Aschaffenburg hatte seit 56 Jahren durchgehend einen SPD-Oberbürgermeister. Jürgen Herzing war seit 2020 im Amt.
19.20 Uhr: 26-Jähriger wird Bürgermeister in Schwaben
Die Stadt Krumbach im Landkreis Günzburg bekommt einen der jüngsten Bürgermeister in Schwaben. Der 26 Jahre alte Florian Kaida hat sich laut Stadt bei der Stichwahl gegen Maximilian Behrends (Junge Wähler Offene Liste) mit 63,8 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Kaida hatte noch im ersten Wahlgang die Mehrheit mit 49,9 Prozent hauchdünn verpasst, neun Stimmen hatten zum Sieg gefehlt.
Kaida ist derzeit noch Büroleiter der CSU-Landtagsabgeordneten Jenny Schack, sein Erfolg kam für manche Beobachter durchaus überraschend, weil er aufgrund seines Alters eher als politischer Neuling gilt. Zudem hatte der noch amtierende Bürgermeister Maximilian Behrends unterstützt. Hubert Fischer ist nach 18 Jahren Amtszeit nicht noch einmal zur Wahl angetreten.
19.15 Uhr: Grüner Oberbürgermeister für Neuburg an der Donau
Neuburg an der Donau hat einen grünen Oberbürgermeister. In der Stichwahl setzte sich Gerhard Schoder von den Grünen gegen den CSU-Bewerber Matthias Enghuber durch. Schoder bekam in der Stichwahl nach Auszählung aller Stimmen 58,8 Prozent, Enghuber landete bei 41,2 Prozent.
Schoder hatte bereits im ersten Durchgang vor zwei Wochen mit 38,4 Prozent der Stimmen vorn gelegen, Enghuber holte 32,7 Prozent der Stimmen. Bis zur war Martin Heilig in Würzburg der einzige grüne Oberbürgermeister Bayerns.
19.13 Uhr: Entscheidung in Kelheim haarscharf
In der Stadt Kelheim ist das Wahlergebnis denkbar knapp: Amtsinhaber Christian Schweiger von der CSU verlor gegen Dennis Diermeier von den Freien Wählern in der Stichwahl. Diermeier kommt auf 50,1 Prozent, Schweiger auf 49,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,9 Prozent.
19.03 Uhr: CSU muss Rathaus in Schweinfurt nach 30 Jahren räumen
Die SPD hat mit ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten Ralf Hofmann das Rathaus in Schweinfurt nach mehr als 30 Jahren zurückerobert. Damit wird die derzeit arg gebeutelte Industriestadt im Norden Bayerns erstmals seit 1992 wieder von einem Sozialdemokraten regiert.
Hofmann kam laut vorläufigem Endergebnis bei der Stichwahl auf 67,7 Prozent der Stimmen. Oliver Schulte von der CSU konnte nur 32,3 Prozent auf sich vereinen. Hofmann tritt sein Amt zum 1. Mai an. Die Wahlbeteiligung lag laut Stadt bei 39,9 Prozent. Wahlberechtigt waren etwa 38.000 Bürger.
18.57 Uhr: OB-Amtsinhaber Reiter hat in München wohl das Nachsehen
In der Stichwahl um den Posten des Münchner Oberbürgermeisters liegt Dominik Krause von den Grünen vorne. Nach Auszählung von 495 von 926 Wahlbezirken kam der 35-Jährige auf 59,1 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) erreichte demnach nur 40,9 Prozent. Bei der Wahlparty der Grünen brandete Jubel auf, als die erste Tendenz bekannt wurde.
Die Wahl ist so spannend wie seit Jahrzehnten nicht mehr in München. Lange galt Amtsinhaber Reiter als unangefochtener Favorit. Doch dann wurde bekannt, dass er schon seit Jahren Geld vom FC Bayern München für einen Posten in dessen Verwaltungsbeirat bekommen hatte und sich dies nicht - wie er es hätte tun müssen - vom Stadtrat genehmigen ließ. Vor allem wegen seines Umgangs damit stand Reiter massiv in der Kritik.
18.50 Uhr: Erleichterung in Mittelsinn – Einziger Bürgermeister-Bewerber gewinnt Stichwahl
Eine kuriose Stichwahl ist in Mittelsinn im Landkreis Main-Spessart zu Ende gegangen: Dort standen zwei Kandidaten auf dem Stimmzettel, doch nur einer wollte Bürgermeister werden. Und er hat jetzt auch gewonnen: Phillipp Kuhn (CSU - SPD - UB) konnte 52,5 Prozent der Stimmen in der Stichwahl auf sich vereinigen. Unterlegen in der Stichwahl ist Dirk Schiefer mit 47,5 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl am 8. März war der 35-jährige Philipp Kuhn der einzige Kandidat – angetreten für CSU, SPD und Unabhängige Bürger (UB).
Kuhn ist seit drei Jahren Dritter Bürgermeister in Mittelsinn. Doch Wähler hatten Amtsinhaber Dirk Schiefer (gleiche Parteien) selbst auf den Stimmzettel geschrieben. Der 53-Jährige hat zwei Stimmen mehr bekommen. Zunächst hat Schiefer angekündigt, bei der Stichwahl antreten zu wollen – doch dann hat er einen Rückzieher gemacht. Sein Name steht nun trotzdem auf dem Stimmzettel.
18.44 Uhr: Amtsinhaber in Glött gewinnt, obwohl er nicht wollte
Er stand nicht auf dem ursprünglichen Wahlzettel - wurde von den Bürgern aber notiert, kam nun in die Stichwahl und hat die Wahl in Glött im Landkreis Dillingen gewonnen: Friedrich Käsemeyer, seit 36 Jahren im Amt, hat mit 341 Stimmen elf Stimmen mehr als der parteilose Thomas Heidel. Thomas Heidel, der eigentlich nur antreten wollte, weil Käsmeyer gesundheitlich angeschlagen war und gesagt hatte, er wolle nicht mehr kandidieren, unterliegt - und verlässt das Rathaus kurz nachdem er dem Amtsinhaber gratuliert hat. Im Dorf hat das Hin und Her und die jetzt für einige unerwartete Kandidatur des bisherigen Bürgermeisters für Aufregung gesorgt.
18.38 Uhr: Messe in Augsburg ist voll - Wahlhelfer müssen umziehen
In Augsburg haben die Wahlhelfer bei der Oberbürger-Stichwahl an einem ungewöhnlichen Ort ihren Job erledigt: Sie zählten die Briefwahlunterlagen in einem Bierzelt aus. Grund war, dass in Bayerns drittgrößter Stadt keine andere ausreichend große Halle zur Verfügung stand.
Normalerweise werden die Briefwahlunterlagen in einer Messehalle sortiert und ausgezählt. So war dies auch beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Doch für die Stichwahl war dort kein Platz mehr. Wie eine Sprecherin der Stadt erläuterte, war die Augsburger Messe an diesem Tag ausgebucht. Da die Kommune auch sonst keine Halle in der Stadt fand, die für das Auszählen geeignet ist, kam der Stadtverwaltung das Plärrergelände in den Sinn. Denn am 5. April startet das Oster-Volksfest und die Zelte werden üblicherweise ohnehin mit längerem Vorlauf aufgebaut. Deswegen buchte die Stadt eines der Bierzelte.
18.00 Uhr: Wahllokale in Bayern geschlossen - keine Stimmabgabe mehr möglich
In Bayern ist die Stichwahl zu den Kommunalwahlen offiziell beendet. Seit 18 Uhr werden keine Stimmen mehr angenommen. In den Städten, Gemeinden und Landkreisen ist nun die Auszählung in vollem Gange. Mit den vorläufigen Endergebnissen ist im Laufe des Abends zu rechnen.
17.14 Uhr: Wählen auch nur mit Ausweis möglich - außer, man hat Briefwahl beantragt
Wer keinen Wahlschein hat, kann heute trotzdem noch bis 18 Uhr seine Stimme bei den Stichwahlen zur Kommunalwahl abgeben. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten.
Die Grünen München schrieben etwa zwei Tage vor der Stichwahl in einem Post auf Instagram: "Kein Wahlschein? Kein Stress! Ihr könnt am Sonntag trotzdem wählen – einfach mit Personalausweis ins Wahllokal." Das ist richtig - allerdings nur, wenn man keine Briefwahl beantragt hat. In dem Fall muss man seinen Wahlschein im Wahllokal abgeben, um dort am Wahltag wählen zu dürfen (externer Link). Das soll verhindern, dass Wähler doppelt wählen. Maria Proske, Pressesprecherin der Stadt Passau, sagt dem #Faktenfuchs am Telefon: "Es wird im Wahllokal kontrolliert, ob ein Wahlschein ausgestellt wurde."
Alle wahlberechtigten Personen, die nicht Briefwahl beantragt haben, können auch nur mit dem eigenen Ausweis wählen gehen.
17.12 Uhr: Nicht mal jeder zweite Wahlberechtigte in den größeren Städten gibt seine Stimme ab
Das schöne Wetter in Bayern hält offensichtlich viele Leute davon ab, bei den Stichwahlen zur Kommunalwahl im Freistaat ihre Stimme abzugeben. In den drei größten bayerischen Städten blieb die Wahlbeteiligung auch am Nachmittag auf vergleichsweise niedrigem Niveau. In München meldete das Kreisverwaltungsreferat Stand 16.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 41,4 Prozent inklusive Briefwählern. Das waren 6,6 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.
In Nürnberg waren es um 16.00 Uhr 40,2 Prozent inklusive eines Anteils der Briefwähler. Das waren 5,4 Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. In Augsburg fiel der Unterschied sehr viel deutlicher aus. Hier waren es bis 16.00 Uhr 17,5 Prozent - 12,8 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.
15.00 Uhr: Wahlbeteiligung in großen Städten weiter geringer
Die Wahlbeteiligung ist in den großen Städten Bayerns auch am frühen Nachmittag noch niedriger als zum selben Zeitpunkt der Kommunalwahl vor zwei Wochen. In München meldete das Kreisverwaltungsreferat Stand 14.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 38,0 Prozent inklusive Briefwählern (6,1 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen). In Nürnberg waren es um 14.00 Uhr 30,1 Prozent inklusive eines Anteils der Briefwähler (3,9 Prozentpunkte weniger). In Augsburg waren es ohne Briefwähler bis 14.00 Uhr 12,8 Prozent (10,2 Prozentpunkte weniger).
13.12 Uhr: Etwas niedrigere Beteiligung in großen Städten
In den großen Städten blieb am Vormittag die Wahlbeteiligung leicht unter der des ersten Wahlgangs vor zwei Wochen. In München meldete das Kreisverwaltungsreferat um 12.00 Uhr eine Wahlbeteiligung von 33,1 Prozent inklusive Briefwählern. Das waren 4,9 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen. In Nürnberg waren es um 12.00 Uhr 19,5 Prozent inklusive eines Anteils der Briefwähler. Das war zwar mehr als 2020 zum gleichen Zeitpunkt, allerdings waren es 1,2 Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. In Augsburg waren es bis 12.00 Uhr 8,1 Prozent nach 14,7 Prozent zum gleichen Zeitpunkt vor zwei Wochen.
Am 8. März hatte die Wahlbeteiligung bayernweit bei 63,4 Prozent gelegen - 4,7 Prozentpunkte höher als bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren, die damals aber auch in die Frühphase der Corona-Pandemie fiel.
12.59 Uhr: Auch in Augsburg geringere Wahlbeteiligung als im ersten Wahlgang
Die Stadt Augsburg meldet mit 8,1 Prozent (Stand: 12 Uhr) eine derzeit geringere Wahlbeteiligung als beim ersten Wahlgang am 8. März mit 14,7 Prozent zum gleichen Zeitpunkt. In Augsburg muss Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) in der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund antreten.
12.54 Uhr: Etwas niedrigere Wahlbeteiligung in Nürnberg
In Nürnberg lag die Wahlbeteiligung inklusive eines Anteils der Briefwähler am Vormittag mit 19,5 Prozent (Stand: 12 Uhr) unter der vor zwei Wochen. Das war zwar mehr als 2020 zum gleichen Zeitpunkt, allerdings waren es 1,2 Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. In Nürnberg kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Marcus König von der CSU und dem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed.
12.30 Uhr: Geringere Wahlbeteiligung in München
In München meldete das Kreisverwaltungsreferat eine Wahlbeteiligung von 34,1 Prozent inklusive Briefwählern. Das waren 5,2 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.
08.00 Uhr: Wahllokale ab sofort geöffnet
Ab jetzt bis 18.00 Uhr haben die Wahllokale geöffnet - in der Regel in denselben Wahlräumen wie am 8. März. Die Wähler sollen ihre weiterhin gültige Wahlbenachrichtigung der Kommunalwahlen und ein Ausweisdokument mitbringen. Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, muss sich über seinen Wahlraum informieren und kann auch nur mit einem Ausweisdokument wählen.
- Zum #Faktenfuchs: Behauptungen zu den Kommunalwahlen 2026 im Check
Grafik: Hier gibt es in Bayern Stichwahlen
06.34 Uhr: München und mehr - Wahllokale öffnen um acht Uhr
Es wird wieder gewählt im Freistaat. Zwei Wochen nach der Hauptwahl der Kommunalwahlen in Bayern finden heute vielerorts die Stichwahlen statt. Überall dort, wo bei den Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern im ersten Wahlgang am 8. März kein Bewerber und keine Bewerberin mehr als 50 Prozent der Stimmen holte. Konkret gehen deshalb in 29 Landkreisen und mehr als 250 Städten und Gemeinden die Erst- und Zweitplatzierten noch einmal direkt gegeneinander ins Rennen.
06.32 Uhr: Nur einer auf dem Wahlzettel - und trotzdem Stichwahl in Glött
Kuriosum in der Gemeinde Glött im Landkreis Dillingen: Die rund 1.000 Einwohner sind dort zur Stichwahl aufgerufen, obwohl auf dem Wahlzettel für die Bürgermeisterwahl am 8. März nur ein Kandidat stand, und zwar der parteilose Thomas Heidel, der für die Liste CSU/CSW antrat. Der bekam am Wahlsonntag mit 284 zwar die meisten Stimmen, jedoch nur 42,9 Prozent und damit nicht die absolute Mehrheit. Die zweitmeisten Stimmen bekam der amtierende Bürgermeister Friedrich Käsmeyer: Seinen Namen schrieben 210 Wählerinnen und Wähler selber auf - obwohl er nicht auf dem Wahlzettel stand. Zwischen Käsmeyer und Heidel kommt es nun zur Stichwahl.
06.27 Uhr: Stichwahlen im Kreis Pfaffenhofen
Im Kreis Pfaffenhofen an der Ilm entscheidet sich, wer künftig das Rathaus und das Landratsamt leitet. In beiden Fällen müssen die Amtsinhaber ihre Posten verteidigen. Pfaffenhofens Bürgermeister Thomas Herker (SPD/Grüne) hat den Wiedereinzug denkbar knapp verpasst. Er erhielt nach 18 Jahren im Amt bei den Kommunalwahlen Anfang März 49,0 Prozent. Für seinen Herausforderer Markus Hartmann von der CSU votierten 26,2 Prozent der Bürger. Zur Stichwahl als Landrat tritt der seit 2020 amtierende Albert Gürtner (FW) mit bisher kleinem Vorsprung (34,0 Prozent) gegen Andy Aichele (CSU) (32,4 Prozent) an. Zu Stichwahlen kommt es auch im Markt Manching und zwar zwischen Klaus Neumayr (CSU, 29,8 Prozent) und Ade Engel (FW, 24,4 Prozent) sowie im Markt Wolnzach zwischen Simon Zimmermann von den Freien Wählern (35,7 Prozent) und Josef Schäch (GfW) mit 32,5 Prozent.
06.23 Uhr: Duelle in insgesamt 34 unterfränkischen Kommunen
In 34 Kommunen in Unterfranken kommt es heute zu Stichwahlen. Die wichtigsten sind die in den Städten Aschaffenburg und Schweinfurt – sowie in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg. Spannend wird es in der SPD-Hochburg Aschaffenburg. Aktuell hat die Stadt mit Jürgen Herzing einen sozialdemokratischen Oberbürgermeister. Doch bei der Wahl am 8. März lag Herausforderer Markus Schlemmer von der CSU vorne. Er hat 41,1 Prozent der Stimmen bekommen.
06.19 Uhr: Drei Stichwahlen im Oberallgäu
Wen wählen die Oberallgäuerinnen und Oberallgäuer heute zu ihrem neuen Landrat? In der Stichwahl im Oberallgäu sind Christian Wilhelm (Freie Wähler) mit 40,8 Prozent und Thomas Eigstler (CSU) mit 33,3 Prozent der Wählerstimmen. Stichwahlen gibt es darüber hinaus in der Oberallgäuer Kreisstadt Sonthofen und in der Marktgemeinde Oberstdorf. In Sonthofen müssen sich die Wähler und Wählerinnen zwischen Martina Neusinger (FW) und Klaus Erbersdobler (CSU) entscheiden. Es geht darum, wer die Nachfolge von Christian Wilhelm antritt, der für das Amt des Landrats kandidiert. In Oberstdorf muss der amtierende Bürgermeister Klaus King (CSU, unterstützt von FDP und UOL) gegen Chantalle Schubert (Freie Wähler) in der Stichwahl antreten.
04.32 Uhr: Wer gewinnt in München?
Spannend wird es in der Landeshauptstadt: Nach nicht endenden Negativ-Schlagzeilen kurz vor dem Wahltermin musste der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im ersten Wahlgang empfindliche Verluste hinnehmen - und muss nun zittern: Sein Herausforderer Dominik Krause (Grüne) lag mit 29,5 Prozent in der ersten Runde nicht weit hinter Reiter zurück, der auf 35,6 Prozent kam. Allerdings: Nachdem ihr Kandidat aus dem Rennen ist, hat die Münchner CSU für die Stichwahl inzwischen eine Empfehlung für Reiter ausgesprochen. Entschieden ist das Rennen aber noch lange nicht. Es dürften nervöse Stunden am Sonntag in München werden.
04.01 Uhr: Kampf um die Rathäuser
In Nürnberg messen sich Amtsinhaber Marcus König von der CSU und der SPD-Herausforderer Nasser Ahmed - mit deutlich besseren Chancen für König. In Augsburg muss Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) in der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund antreten. Sie hatte zwar im ersten Rennen einen deutlichen Vorsprung, aber bei Stichwahlen werden die Karten eben oftmals wieder komplett neu gemischt.
Spannend wird es auch anderswo: In Erlangen, Aschaffenburg und Hof beispielsweise holten die CSU-Kandidaten im ersten Anlauf mehr Stimmen als die jeweiligen SPD-Amtsinhaber. In Bayreuth dagegen lag der CSU-Amtsinhaber in Runde eins hinter dem SPD-Kandidaten. Und auch in Schweinfurt, bisher CSU-regiert, lag der SPD-Kandidat vorn.
In Bamberg rechnen sich die Grünen gute Chancen aus, den OB zu stellen: Ihr Kandidat Jonas Glüsenkamp und Sebastian Niedermaier (SPD) gehen nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen im ersten Wahlgang in die Stichwahl. Beide lagen am 8. März überraschend vor Ex-CSU-Staatsministerin Melanie Huml (CSU).
03.31 Uhr: Wo die Landratswahlen spannend werden
Da richten sich die Blicke zum Beispiel in den Landkreis Landsberg am Lech. Können die Grünen hier auf einen Sieg hoffen? Schließlich war ihre Kandidatin Daniela Groß am 8. März fast an den CSU-Amtsinhaber herangekommen. Im Landkreis Fürstenfeldbruck fordert die grüne Kandidatin Ronja von Wurmb-Seibel den langjährigen CSU-Landrat und Landkreistagspräsidenten Thomas Karmasin in der Stichwahl heraus: Karmasin, der seit mittlerweile 30 Jahren im Amt ist, hatte im ersten Durchgang aber 45 Prozent der Stimmen bekommen.
Im Audio: Wo wird es heute spannend?
In Bayern finden Stichwahlen für die Bürgermeister- und Landratsämter statt.
Sonntag, 22. März 2026
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