dpatopbilder - 08.03.2026, Bayern, München: Dominik Krause (vorne, Bündnis 90/Die Grünen), Zweiter Bürgermeister von München, macht auf der Wahlparty der Grünen nach der Kommunalwahl in der bayerischen Landeshauptstadt ein Selfie. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Kommunalwahlen in Bayern

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Nach der Kommunalwahl: Hier bleibt es spannend

Nach der Kommunalwahl: Hier bleibt es spannend

Gestern haben in Bayern Kommunalwahlen stattgefunden. Vielerorts ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen, es kommt zu Stichwahlen. Wo bleibt es spannend?

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Das gilt für all jene Städte und Kommunen in Bayern, wo bei der gestrigen Kommunalwahl noch kein Sieger gekürt werden konnte. Diesmal kommt es zu vielen Stichwahlen: In den meisten großen Städten des Freistaats müssen die Oberbürgermeister-Kandidaten noch einmal antreten und auch in vielen Landkreisen konnte kein Landrats-Kandidat die absolute Mehrheit erreichen.

Erst bei den Stichwahlen am 22. März wird sich entscheiden, wer künftig Rathäuser und Landratsämter führt – unter anderem in München, Nürnberg, Augsburg, Passau und Regensburg.

Gestern haben in Bayern Kommunalwahlen stattgefunden. Viele Ergebnisse sind noch offen – in mehreren Kommunen stehen Stichwahlen an. Wie fallen die Reaktionen auf die bisherigen Resultate aus? Wo bleibt es besonders spannend? Die Sendung finden Sie oben eingebettet in diesem Artikel.

Grafik: Hier gibt es am 22. März in Bayern Stichwahlen

Nur fünf OB-Kandidaten in kreisfreien Städten direkt ins Amt gewählt

Nur fünf Oberbürgermeisterkandidaten erreichten in kreisfreien Städten bereits im ersten Wahlgang eine Mehrheit. Dabei handelt es sich um die SPD-Kandidaten Thomas Jung (Fürth), Peter Reiß (Schwabach) und Dominik Sauerteig (Coburg), den CSU-Kandidaten Markus Pannermayr (Straubing) und den gemeinsamen Kandidaten von CSU und Freien Wählern, Stefan Bosse (Kaufbeuren).

Bei den Landratswahlen setzten sich 33 Bewerber im ersten Wahlgang durch. 25 Posten gingen an die CSU, fünf an die Freien Wähler, einer an die SPD - jeweils einschließlich gemeinsamer Wahlvorschläge. In zwei Landkreisen waren Wählergruppen (Bayreuth: Florian Wiedemann, Freie Wählergemeinschaft Landkreis Bayreuth und in Garmisch-Partenkirchen: Anton Speer, Freie Wähler der Landkreisgemeinden) erfolgreich. 

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen in München

Besonders spannend dürfte der erneute Wahlkampf in der Landeshauptstadt München werden, wo der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) deutlich an Stimmen einbüßen musste. Sein Kontrahent Dominik Krause von den Grünen erlangte 29,5 Prozent der Stimmen, Reiter 35,6 Prozent. Dies ist zurückzuführen auf mehrere Fehler, die Reiter im Wahlkampf-Endspurt unterlaufen waren.

Die Grünen setzen in der anstehenden Stichwahl auch auf Stimmen von CSU-Anhängern. Der CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner unterlag mit 21,3 Prozent der Stimmen. "Wir sind uns sicher, dass viele Baumgärtner-Wähler jetzt Dominik Krause für die bessere Wahl halten", sagte die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Eva Lettenbauer, der Nachrichtenagentur dpa. Bei der Stichwahl werde "nach Personen gewählt", nicht nach Partei.

AfD stellt keinen Landrat oder Oberbürgermeister

Die bisherigen Auszählungen zeigen zugleich Verschiebungen in vielen Stadt- und Gemeinderäten sowie Kreistagen. Die AfD wird nach den vorläufigen Ergebnissen allerdings keinen neuen Landrat, Oberbürgermeister oder ersten Bürgermeister in einer der großen Kommunen Bayerns stellen. Das zeigen Daten vom Landesamt für Statistik. Allerdings deuten erste Auszählungen darauf hin, dass die AfD die Zahl ihrer Mandate in den Stadt- und Gemeinderäten sowie in den Kreistagen deutlich ausbauen konnte.

Auch kuriose Geschichten brachte der vergangene Wahlsonntag: Beispielsweise stand Markus Wintergerst aus Untrasried im Ostallgäu gar nicht auf dem Stimmzettel, wird aber neuer Bürgermeister. Nach Auszählung aller Stimmen kam Wintergerst auf 95,5 Prozent der Stimmen. Er sprang als einziger Kandidat kurzfristig ein, weil der ursprüngliche Bewerber aus gesundheitlichen Gründen zurückzog.

Mit Informationen von dpa

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