Ein Flusskreuzfahrtschiff hat ungeklärtes Abwasser aus dem Schiff in die Donau bei Passau eingeleitet. An der Kläranlage des Schiffes soll es einen technischen Defekt gegeben haben, wie die Polizei mitteilte.
- Zum Artikel: "Kontrolle auf dem Fluss: Wie sauber sind Kreuzfahrtschiffe?"
Braunes Abwasser floss aus dem Schiff in die Donau
Als das Kreuzfahrtschiff, das unter Schweizer Flagge fuhr, gestern in Passau hielt, bemerkten Beamte, dass aus einem seitlichen Rohr des Schiffes eine bräunliche Flüssigkeit in die Donau lief. Die Wasserschutzpolizei hinderte daraufhin das Schiff zunächst an der Weiterfahrt. Bei der Kontrolle der bordeigenen Kläranlage stellten die Beamten fest, dass diese nicht funktionierte. Die gesetzlich erlaubten Grenzwerte im Abwasser seien deutlich überschritten worden.
Schiff konnte weiterfahren, Auslassventil wurde verplombt
Um zu verhindern, dass weiter schmutziges Abwasser in die Donau abgeleitet wird, wurde das Auslassventil behördlich verplombt, so die Polizei. Das Schiff mit 130 Fahrgästen an Bord konnte anschließend seine Fahrt fortsetzen. Das betroffene Unternehmen ist nun verpflichtet, die ordnungsgemäße Funktion der Kläranlage nachzuweisen. Bis dahin muss das anfallende Abwasser an kommunalen Kläranlagen entsorgt werden, hieß es. Zudem wird strafrechtlich gegen den Schiffsunternehmer ermittelt.
Immer wieder stößt die Wasserschutzpolizei bei Kontrollen von Kreuzfahrtschiffen auf Mängel bei der Abwasser-Entsorgung.
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