Fahrerlose Metro Kopenhagen
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Milliardenauftrag für Siemens: Fahrerlose S-Bahn in Kopenhagen
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Milliardenauftrag für Siemens: Fahrerlose S-Bahn in Kopenhagen

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Milliardenauftrag für Siemens: Fahrerlose S-Bahn in Kopenhagen

Milliardenauftrag für Siemens: Fahrerlose S-Bahn in Kopenhagen

226 Züge und jahrzehntelange Wartung: Siemens liefert zusammen mit dem Schweizer Stadler-Konzern eine neue Flotte fahrerloser S-Bahn-Züge für die dänische Hauptstadt. Das Auftragsvolumen umfasst rund drei Milliarden Euro.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) sprechen von der größten Investition in der 90-jährigen Geschichte der S-Bahn in Kopenhagen. Konkret geht es für den Münchner Siemens-Konzern um 226 Züge samt Wartung für 30 Jahre mit einer Option auf bis zu 100 weitere Züge. Siemens Mobility beziffert den Auftrag auf rund drei Milliarden Euro.

Kopenhagen baut Züge auf vollautomatischen Betrieb um

Durch den Übergang zum vollautomatischen Betrieb will DSB die Frequenz und Kapazität im Kopenhagener Nahverkehr erhöhen. Teilweise werde es bis zu 35 Prozent mehr Abfahrten geben und zehn Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr ermöglichen. Im zentralen Netz sollen die Züge dann in der Hauptverkehrszeit in einem Intervall von nur noch eineinhalb Minuten fahren.

Die vollautomatisierten Züge kommen auch ohne Fahrer aus, nachdem Siemens – einem 2024 unterzeichneten Vertrag gemäß – das gesamte Netz mit neuer Signaltechnik ausgerüstet haben wird. "Dieser Auftrag schafft das weltweit größte offene Bahnsystem mit automatisiertem Zugbetrieb", sagte Siemens-Mobility-Chef Michael Peter.

2025 waren rund 111 Millionen Passagiere in der dänischen Hauptstadt mit der S-Bahn unterwegs, Tendenz steigend. Die ersten neuen Züge sollen von 2032 an in Betrieb gehen, der Rest soll bis 2040 folgen. 

Auftrag für Siemens und Schweizer Stadler-Rail gemeinsam

Wie sich das finanzielle Auftragsvolumen zwischen Siemens und dem Schweizer Stadler-Konzern verteilt, wurde nicht näher genannt. Siemens ist allerdings der sogenannte Konsortialführer und übernimmt die elektrische Ausrüstung, einschließlich Antriebs- und Bremstechnik, Bordstromversorgung, Fahrzeug- und Zugsteuerung, Fahrgastinformationssystem sowie Drehgestelle. 

Stadler liefert die Wagenkästen, die Kupplungen, die gesamte Innenausstattung und Sitze, Klimaanlagen sowie Türen und übernimmt zudem die Endmontage der Züge. Die Wartung liegt bei Siemens. 

Siemens schon länger in Dänemark aktiv

Es ist nicht der erste Auftrag für den Münchner Dax-Konzern in Kopenhagen. Die Partnerschaft bestehe seit vielen Jahren, betonte Michael Peter, der Chef der im Konzern zuständigen Sparte Siemens Mobility. "Wir modernisieren bereits das S‑Bahn‑Netz mit neuester Signaltechnik für den vollautomatischen Betrieb bis 2033 im Auftrag von Banedanmark und DSB."

Mit Informationen von dpa und Reuters

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