Ein Paar tanzt Tango im Stachusbrunnen am Karlsplatz in München angesichts der großen Hitze.
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Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage zieht München jetzt die Wasser-Notbremse: Zierbrunnen sollen abgeschaltet werden.
Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMO
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Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage zieht München jetzt die Wasser-Notbremse: Zierbrunnen sollen abgeschaltet werden.

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München zieht Wasser-Notbremse und stellt Brunnen ab

München zieht Wasser-Notbremse und stellt Brunnen ab

Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage und wegen des außergewöhnlichen Trinkwasserverbrauchs ergreift Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause Notmaßnahmen zum Wassersparen. Was konkret geplant ist.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Momentan sei die Trinkwasserversorgung in München gesichert, betont Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Er spricht aber auch wörtlich von einer seit den frühen 1970er-Jahren "nicht dagewesenen Ausnahmesituation", die das Versorgungssystem an seine Grenzen bringe.

Verschärfend komme hinzu, dass durch die "historisch niedrigen Niederschläge" im Frühjahr die Grundwasser-Neubildung deutlich reduziert und die Entnahmekapazitäten "nahezu ausgeschöpft" seien. Die Niederschläge der vergangenen Tage seien für die Grundwasserneubildung "nahezu unerheblich".

Eine Taskforce unter der Leitung des Oberbürgermeisters will nun Maßnahmen zum Wassersparen koordinieren.

München stellt Zierbrunnen teilweise ab

Die Stadt kündigt zudem an, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. So werden etwa Grünanlagen und Sportflächen weniger beziehungsweise gar nicht mehr bewässert, der Wasserverbrauch in Schulschwimmbädern "auf ein Minimum" reduziert und zehn der 150 Zierbrunnen mit besonders hohem Verbrauch abgeschaltet: "Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein."

Zusätzlich wird bei 56 Brunnen die Betriebszeit reduziert, "um die Brunnen während der heißesten Tageszeiten zur Abkühlung der Menschen in Betrieb zu halten und gleichzeitig den Wasserverbrauch um weitere rund 30 Prozent zu senken". Gespart wird zudem bei der Reinigung städtischer Fahrzeuge und von Fenstern in städtischen Gebäuden, und es soll weniger "wasserintensive Übungen" der Feuerwehr geben.

"Lieber duschen als baden"

"Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft, die Situation zu entschärfen", sagt Krause. Konkret appelliert er an die Bürgerinnen und Bürger, auf das Bewässern von Gärten und Rasenflächen sowie auf das Befüllen von Pools und Planschbecken zu verzichten. Ebenso sollte das Autowaschen verschoben werden.

Grundsätzlich lautet der Appell zudem: "Lieber duschen als baden." Denn das verbrauche statt etwa 150 Liter nur 30 bis 50 Liter Wasser. Während des Zähneputzens oder Einseifens helfe es, das Wasser abzudrehen, "denn in nur drei Minuten verschwinden rund 20 Liter Wasser im Ausguss".

Sollte der Wasserverbrauch nicht sinken, müsse man weitergehende Maßnahmen ergreifen, warnt der Oberbürgermeister.

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