Zoll-Ermittler haben einen Gastronomen aus Neu-Ulm festgenommen, der die Sozialkassen um mehr als eine Million Euro betrogen haben soll. Der Mann wird laut Hauptzollamt Ulm unter anderem beschuldigt, zwischen 2021 und 2025 rund 300 Arbeitskräfte für Catering und Veranstaltungen an andere Gastronomen vermittelt und hierfür keine Beiträge an die Sozialversicherungen gezahlt zu haben. Er sei bereits festgenommen worden.
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Ermittlungen kamen nach Kontrolle eines Foodtrucks ins Rollen
Bereits im vergangenen Jahr hatten Ermittler den Angaben nach einen seiner Foodtrucks kontrolliert und dabei Unstimmigkeiten festgestellt. Daraufhin seien die Geschäftsunterlagen des Unternehmers genauer geprüft worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass Meldungen zur Sozialversicherung fehlten und der Mann zudem keine Erlaubnis hatte, Angestellte an andere Unternehmer zu verleihen, heißt es vom Zoll.
Weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann mutmaßlich im größeren Stil Sozialabgaben hinterzogen habe. Löhne von mindestens einer Million Euro seien nicht bei der Sozialversicherung gemeldet worden, teilte der Zoll mit. Zudem habe der Mann Lohnabrechnungen teilweise per Handy-Chat verschickt und die Gehälter an seine Angestellten über eine App oder in bar ausgezahlt.
Bargeld, Luxusgüter und offene Rechnungen gefunden
Im Rahmen mehrerer Durchsuchungen seien bei dem Verdächtigen Bargeld, Luxusgüter und offene Rechnungen an seine Kunden im sechsstelligen Bereich beschlagnahmt worden. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Sein Vermögen wurde eingefroren.
Der Zoll geht davon aus, dass er über weiteres Vermögen verfügt und ermittelt wegen des Vorwurfs der Schwarzarbeit.
Mit Informationen von dpa
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