Sie wackelt. Sie vibriert. Mal nur Millimeter, dann Zentimeter. "Die bewegt sich! Ui, bewegt sich die! Wahnsinn!", sagt Marion Schreiber, die gerade zufällig vorbeiläuft und die Wackelstange bisher noch nicht kannte. In Donauwörth wird gerätselt, warum die Wackelstange wackelt. Die Augsburger Allgemeine hatte zuerst darüber berichtet (externer Link, möglicherweise Bezahl-Inhalt).
Wilde Theorien und nicht ganz ernst gemeinte Antworten
Die Stange war mal ein Verkehrsschild – absolutes Halteverbot. Das Schild wurde abmontiert, die Stange steht noch da – direkt neben dem Turm des Liebfrauenmünsters. "Es können vom Dom her vielleicht irgendwelche heiligen Geister sein, die da dran rütteln, die da raus wollen, was weiß ich", sagt Eduard Plenk und lacht. Auch Anna Sturm läuft gerade an der Stange vorbei: "Ich finde es witzig! Als ich das erste Mal dran vorbeigelaufen bin, dachte ich: Komisch, die wackelt, obwohl gar kein Wind geht!" Ihre Vermutung: "Vielleicht, wenn da Autos die Straße langfahren, irgendwelche Schwingungen? Ich weiß es nicht!"
Die Stadt weiß wenigstens, warum die Stange nicht wackelt
Während die Stange wackelt, steht drum herum alles still: Ein Ampelmast, ein Blumenkübel, eine Sitzbank, ein Straßenschild – alles bombenfest. Auch bei der Stadt Donauwörth hat man keine eindeutige Erklärung, warum die Stange ständig wackelt. Man wisse nur, warum sie nicht wackelt, sagt Sprecher Mirko Zeitler. Es gebe im Untergrund jedenfalls keinen Rohrbruch, auch die Baustellen in der Nähe seien nicht schuld.
Vermutung: Wind und die Nähe zur Kirche
Immerhin, eine Vermutung hat der Sprecher: "Ich kann mich an meinen Physik-LK erinnern, der ist sehr lange her, aber ich hätte tatsächlich den Wind im Verdacht, der bricht sich am Eck und trifft auf die Stange." Tatsächlich steht die Stange kaum 20 Zentimeter neben der Kirchenmauer. Und was auffällt: Neben der Kirche ist es ziemlich zugig. Selbst wenn nur ein leichtes Lüftchen weht, scheint es, als würde sich die Stange aufschaukeln, als rüttle ein Orkan daran.
Donauwörth will Besuchern mehr bieten als nur eine Stange
Oder steckt am Ende mehr dahinter? Hat die Stadt doch heimlich was im Boden verbaut, um die Stange wackeln zu lassen und sich damit in die Schlagzeilen zu katapultieren? Billige Werbung für einen Trip nach Donauwörth? Lachend antwortet Sprecher Mirko Zeitler: "Wir freuen uns über Besucher, aber verbaut haben wir da nix! Wir haben ehrlicherweise auch deutlich mehr zu bieten als nur die Stange." Klar hat Donauwörth mehr zu bieten: die Donau, den Donauradweg, die prächtige Reichsstraße (mit Wackelstange!) und 2028 sogar die Landesgartenschau!
Das Ende naht: Wackelstange soll bald weg
Wer aber trotzdem wegen der Wackelstange anreist, sollte sich beeilen! Denn die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sollen die Stange bald abbauen – weil sie ja ohne Verkehrsschild nutzlos ist. Aber halt: So nutzlos ist sie ja nun auch wieder nicht! Zum Sommerloch-Lacher hat es gereicht! Das muss man erstmal schaffen – als Stange…
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