Das Welfen-Gymnasium in Schongau - einen Tag nach der Messerattacke.
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Bildrechte: BR / Alisa Schröter
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Nach Angriff in Schongau: Zweites Mädchen aus Klinik entlassen

Nach Angriff in Schongau: Zweites Mädchen aus Klinik entlassen

Eine 13-Jährige, die bei einem Messerangriff am Schongauer Welfen-Gymnasium schwer verletzt worden war, ist aus der Klinik entlassen worden. Mitschüler hatten ihr noch am Tatort wahrscheinlich das Leben gerettet. Die Ermittlungen gehen weiter.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Etwa einen Monat nach der Messerattacke an einem Gymnasium in Schongau werden keine Verletzten mehr im Krankenhaus behandelt. Eine 13-Jährige, die bei dem Angriff schwer verletzt worden war, sei inzwischen aus der Klinik entlassen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Im Juli war bereits ein gleichaltriges, ebenfalls schwer verletztes Mädchen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Mitschüler leisteten Erste Hilfe

Die nun entlassene Schülerin hatte bei dem Angriff am 8. Juli lebensgefährliche Stichverletzungen erlitten. Mehrere Mitschüler kamen ihr zur Hilfe und legten ihr Druckverbände aus T-Shirts an, um die Blutungen zu stillen. Damit retteten sie dem Mädchen wahrscheinlich das Leben. Dann holten sie Sanitätssets und sterile Kompressen – das hatten sie bei der Ausbildung als Ersthelfer gelernt.

Der mutmaßliche Täter wurde von Lehrkräften und Polizeibeamten überwältigt. Das Messer wurde sichergestellt – ebenso eine Pistole und Munition. Der 16-Jährige soll einen Schuss mit der Pistole abgegeben haben, die dann versagte.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Gegen den mutmaßlichen Täter wird unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt, er sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler sehen Hinweise auf ein extremistisches Motiv – unter anderem wegen eines Schreibens, das vom Verdächtigen stammen könnte. Die Ermittlungen übernahm deshalb die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET).

Das Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist von Beschimpfungen mehrerer Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen durchsetzt. Beleidigt werden aber auch Menschen aus dem Umfeld des Verfassers, darunter Mitschüler und Lehrkräfte.

Herkunft der Pistole ungewiss

Die Ermittler beschäftigen sich auch weiter mit der Frage, woher die Pistole genau stammt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab der 16 Jahre alte Kroate an, sich die Waffe im Darknet besorgt zu haben.

Mit Informationen von dpa

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