Langhaardackel in einer Wiese
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Nach Dackelangriff – so lassen sich Beißattacken vermeiden

Nach Dackelangriff – so lassen sich Beißattacken vermeiden

Eine Frau aus Neutraubling wurde von einem Dackel gebissen und war drei Tage im Krankenhaus. Die Verletzung war so schwer, dass eine Hauttransplantation nötig war. Wie man sich vor Beißattacken schützen kann – eine Hundetrainerin gibt Tipps.

Über dieses Thema berichtet: Mittagsmagazin am .

Ein Dackel hat vorige Woche eine Seniorin in Neutraubling im Landkreis Regensburg gebissen und schwer verletzt. Was können Gründe für einen solchen Angriff sein? Wenn ein Hund einen Menschen angreift und sogar beißt, dann geschehe das in den allermeisten Fällen aus Angst, sagt Hundetrainerin Sonja Mittermeier aus Barbing am Montag zum BR.

Hundehalter als "Schutzwall"

Bei Angriffen im Freien sei oft Überreizung der Tiere festzustellen, so die Hundetrainerin. Viele Menschen und viel Straßenverkehr können den Hund in Stress versetzen, sodass das Tier bei Begegnungen überreagieren kann. Um Angriffe von vornherein zu vermeiden, sei es für Hundehalter ratsam, sich zwischen dem Tier und entgegenkommenden Passanten zu bewegen.

Wichtig sei zudem, auf eine gute allgemeine Erziehung des Tieres zu achten. Eine gute Grundausbildung vermittle dem Tier die entsprechende Ruhe.

Möglichst Abstand halten

Hundetrainerin Sonja Mittermeier erklärt, in einigen Situationen fühlten Hunde sich bedrängt und würden nach dem Muster "Angriff ist die beste Verteidigung" beißen. In geschlossenen Räumen könnte es für die Tiere zu eng sein.

Für Passanten sei es wichtig, dem Hund keine besondere Aufmerksamkeit zu geben und Abstand zu halten. So gebe es beim Tier auch keine Bedrohungswahrnehmung.

Bei Beißangriff: Ruhe bewahren

Sollte es aber doch zu einem Angriff und einem Biss gekommen sein, sollte man – soweit möglich – ruhig bleiben. Hunde würden sich eher selten verbeißen, sodass es dann die Möglichkeit gebe, schnell wieder Distanz zu schaffen.

Für den Fall, dass sich ein Tier tatsächlich in sein Opfer verbeißt, gibt Hundetrainerin Mittermeier zwei Tipps: Falls griffbereit, könne man den Hund mit Wasser bespritzen, sodass er ablässt. Alternativ ist eine Sichtbeschränkung ratsam – etwa durch eine Jacke, die man dem Hund über den Kopf wirft. So würden die Tiere meist aus Schreck heraus loslassen.

Hundetrainerin sieht mehr Bissattacken

Nach Einschätzung der Hundetrainerin haben Beißattacken zugenommen. Ein Grund dafür sei, dass in der Gesellschaft schlicht mehr Hunde gehalten werden. Somit gebe es auch entsprechend mehr Begegnungen zwischen Menschen und Hunden sowie von Hunden untereinander, sodass auch die Zahl der Bissattacken steigt. Bundesweite Statistiken dazu gibt es aber nicht.

Seniorin nach Dackelbiss drei Tage im Krankenhaus

Die 70 Jahre alte Frau, die in einem Neutraublinger Geschäft von einem Dackel angegriffen wurde, wurde so schwer in den Arm gebissen, dass sie sich anschließend im Krankenhaus einer Hauttransplantation unterziehen musste.

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