Eingang zum Landratsamt in Neumarkt in der Oberpfalz.
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Am Eingang zum Landratsamt in Neumarkt liegen Blumen für die beiden Opfer.
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Am Eingang zum Landratsamt in Neumarkt liegen Blumen für die beiden Opfer.

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Nach Tod von Waffenkontrolleuren: Sicherheit auf dem Prüfstand

Nach Tod von Waffenkontrolleuren: Sicherheit auf dem Prüfstand

Nach dem gewaltsamen Tod zweier Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt öffnet die Behörde wieder für Besucher. Menschen aus ganz Bayern nehmen Anteil. Nun ist die Frage, wie künftig die Sicherheit von Mitarbeitern erhöht werden kann.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Nach dem Schock über den gewaltsamen Tod zweier Kollegen öffnet das Landratsamt Neumarkt in der Oberpfalz heute wieder für Besucher. Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Behörde waren am vergangenen Donnerstag bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle in Berngau erschossen worden. Ämter und Innenministerium beraten darüber, wie besserer Schutz bei Kontrollen aussehen könnte.

Landrat dankt für Solidarität aus ganz Bayern

Am Freitag blieb die Behörde in Neumarkt geschlossen – um Zeit für die Beschäftigten zu haben, so Landrat Martin Meier (FW) zum BR. Niemand solle mit seinem Schmerz allein sein. Die Betroffenheit sei immens, so Meier: "Es ist schrecklich, es ist schlicht und ergreifend grauenvoll. Wir können das Ganze bis zum heutigen Tag noch gar nicht richtig greifen." Der Landrat zeigt sich dankbar für die Solidarität und die Anteilnahme, die seine Behörde erfahren habe, "aus allen Ecken Bayerns, von verschiedenen Landratsämtern, Behörden, Unternehmen, Vereinen". Rathauschefs aus dem Landkreis Neumarkt kondolierten und fühlen mit – auch mit den Angehörigen der Getöteten.

Anteilnahme aus Oberpfälzer Rathäusern

"Das beschäftigt einen immens", sagte etwa Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn (CSU) dem BR, "gerade wenn man natürlich selber als Oberbürgermeister eine Behörde, ein Rathaus leitet, weil man natürlich als Amtsleiter auch Verantwortung für Mitarbeiter hat." Anteilnahme auch in Velburg bei Bürgermeister Christian Schmid (CSU): "Das kann auch bei uns bei Kontrollen passieren, wir sind auch bei Hausdurchsuchungen mit draußen als Gemeinde und was da passiert ist, wir können es nicht fassen."

Gespräche über Sicherheit für Behördenmitarbeiter

Man habe am Freitag bereits beraten, wie man die Sicherheit der Rathausmitarbeiter verbessern könne, so Schmid. Auch der Neumarkter Landrat Martin Meier betont: "Wir werden sicherlich jetzt alles überlegen, wir werden jetzt alles auf links drehen und wir werden uns auch beteiligen an der sicherlich folgenden politischen Debatte."

Mehr Schutz bei Kontrollen – schusssichere Westen als Möglichkeit

Landratsämter und Städte in Niederbayern und der Oberpfalz planen interne Gespräche und mögliche Maßnahmen für mehr Sicherheit bei Waffenkontrollen. In Deggendorf, Passau und Straubing-Bogen sollen die zuständigen Mitarbeiter durch Gespräche einbezogen werden. Dingolfing-Landau und Landshut wollen Abläufe und Sicherheitsstandards neu bewerten beziehungsweise konkret überprüfen und bei Bedarf Maßnahmen beschließen.

Im Landratsamt Regen werden die Beschäftigten bei Waffenkontrollen meist von einem pensionierten Polizisten begleitet. Dort wird immer wieder über Schutzausrüstung wie schusssichere Westen gesprochen. Das Amt betont: "Für uns zählt der Wunsch der Mitarbeiter." Sollten Mitarbeiter nach dem Vorfall in Berngau eine Schutzausrüstung fordern, soll diese bereitgestellt werden.

Innenminister Herrmann will sich mit Behörden beraten

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es in Bayern rund 200.000 Besitzer von Waffenberechtigungsausweisen. Innenminister Herrmann spricht von etwa 10.000 Waffenkontrollen pro Jahr im Freistaat. Er will nun mit Landratsämtern und Städten beraten, wie die Mitarbeiter bei solchen Einsätzen künftig besser geschützt werden können.

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