Ärzte bei einer Operation. (Symbolbild)
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Eine 59-Jährige hatte sich in Kenia eine neue Niere einsetzen lassen. Dafür hatte sie rund 150.000 Euro an eine dubiose Firma bezahlt.
Bildrechte: picture alliance / AA | Mustafa Ciftci
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Eine 59-Jährige hatte sich in Kenia eine neue Niere einsetzen lassen. Dafür hatte sie rund 150.000 Euro an eine dubiose Firma bezahlt.

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Niere aus Afrika: Frau aus Franken wegen Organhandels verurteilt

Niere aus Afrika: Frau aus Franken wegen Organhandels verurteilt

Im Prozess gegen eine Frau aus Gunzenhausen, die sich illegalerweise eine Niere in Kenia hat transplantieren lassen, hat das Gericht ein Urteil gesprochen: Sie wurde wegen Organhandels schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Das Amtsgericht Weißenburg hat am Dienstag eine 59-Jährige zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt, weil sie sich illegalerweise eine Niere in Kenia hat transplantieren lassen. Die Frau aus Gunzenhausen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gilt damit als vorbestraft.

Des Organhandels strafbar gemacht

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Frau des Organhandels strafbar gemacht hat. Sie hatte sich Anfang des Jahres 2025 in Kenia einer Nierentransplantation unterzogen. Dafür hatte sie privat ihren Angaben zufolge rund 150.000 Euro an eine Firma mit Hauptsitz in Polen bezahlt. In dem Preis waren Hotelaufenthalte, medizinische Voruntersuchungen, die Transplantation und Nachsorge enthalten.

Im Prozess schilderte die Frau ihre Verzweiflung und betonte, sie sei davon ausgegangen, dass die Transplantation legal sei. Das glaubte ihr der Amtsrichter nicht, zumal die Frau kritische Medienberichte über die Vermittlungsfirma nachweislich kannte und sich trotzdem mit dem Vorgehen einverstanden erklärte. Mehrere Medien hatten zuvor über den organisierten Organhandel berichtet.

Kritik an deutscher Gesetzgebung

In ihrem letzten Wort übte die 59-Jährige Kritik an der Gesetzgebung in Deutschland. Weil nur Spenderorgane zur Verfügung stehen, wenn sich die Spender zu Lebzeiten aktiv dazu bereit erklären, gebe es zu wenig Organe.

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