Im Lech zwischen Landsberg und Scheuring hat eine ölige Flüssigkeit rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und THW gefordert. Die Feuerwehr habe den Einsatz inzwischen beendet, teilt Kreisbrandrat Christoph Resch dem BR mit. An den Lechstaustufen in Kaufering und Scheuring habe man Ölsperren angebracht. Das sind schwimmende Wülste, die auftreibende Stoffe an der Wasseroberfläche abfangen sollen.
Ausbreitung gestoppt
Die Ölsperren werden nun von den Feuerwehren regelmäßig kontrolliert. Im Moment müsse man warten, bis sich das Öl an einer Stelle sammelt, um es dann mit Spezialgerät aus dem Lech holen zu können. Wenn alles gut geht, könne dies möglicherweise am Donnerstag geschehen. Eine weitere Ausbreitung der öligen Flüssigkeit konnte jedenfalls gestoppt werden, so Christoph Resch. Es fließe auch keine neue Flüssigkeit mehr in den Lech. Auch mithilfe eines Polizeihubschraubers habe man den gesamten betroffenen Bereich kontrolliert. Am Donnerstag wolle man nochmals mit dem Landratsamt besprechen, wie die weiteren Schritte aussehen.
Große Mengen ölige Flüssigkeit
Am Mittwochvormittag war die Freiwillige Feuerwehr Landsberg wegen eines mutmaßlichen Ölfilms auf dem Lech alarmiert worden. Wie sich herausstellte, flossen aus einem Rohr beim Lady-Herkomer-Steg große Mengen einer noch nicht definierten Flüssigkeit in den Lech. Die Ursache ist noch unklar. Das Wasserwirtschaftsamt wertet derzeit aus, ob es sich etwa um Öl, Diesel oder ein Gemisch handele. Der Stoff konnte sich von Landsberg aus mehrere Kilometer bis zur Staustufe bei Scheuring ausbreiten.
Feuerwehr hat Hotline eingerichtet
Um festzustellen, woher der Stoff kam, hat die Feuerwehr Landsberg jetzt eine Hotline eingerichtet. Wer bei sich im Keller einen Diesel- oder Heizölgeruch wahrnimmt oder einen Austritt feststellt, wird gebeten, sich zu melden unter 08191 / 1284800. Der Aufruf richtet sich insbesondere an Bewohnerinnen und Bewohner im Bereich des Hindenburgrings, der Ahornallee sowie der Spöttinger Straße in Landsberg. Die Hotline ist zwischen 7 und 23 Uhr erreichbar.
Betretungsverbot im Lech
Darüber hinaus bittet das Landratsamt alle Bürgerinnen und Bürger, den Lech bis auf Weiteres nicht zu betreten. Dies gilt ausdrücklich auch für Wassersportlerinnen und Wassersportler. Haustiere sollten ebenfalls nicht ins Wasser gelassen werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.
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