Der Freifall-Turm "Hangover" auf dem Münchner Oktoberfest bei Nacht.
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Was über den tödlichen Unfall auf dem Oktoberfest bekannt ist

Was über den tödlichen Unfall auf dem Oktoberfest bekannt ist

Das Fahrgeschäft "Hangover" auf dem Münchner Oktoberfest läuft wieder. Am Montagabend war es dort zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Security-Mitarbeiter kam dabei ums Leben. Was bisher bekannt ist.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Nach dem tödlichen Unfall bei einem Fahrgeschäft auf dem Münchner Oktoberfest sind weiter Fragen offen. Unterdessen hat das "Hangover" am späten Nachmittag den Betrieb wieder aufgenommen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist auf dem Oktoberfest passiert?

Das "Hangover" ist ein sogenannter Freefall-Tower – ein Fahrgeschäft, bei dem die Gondel aus 70 Metern Höhe mit bis zu 90 Stundenkilometern in die Tiefe rast und dann abgebremst wird. Ein 52-jähriger Security-Mitarbeiter mit serbischen Wurzeln geriet gegen 22 Uhr unter die Gondel, wurde eingeklemmt und erlitt tödliche Verletzungen.

Während des Rettungseinsatzes war der Bereich um das Fahrgeschäft abgesperrt. Um Fahrgäste und andere Augenzeugen haben sich Kriseninterventionsteams gekümmert. Laut Polizei und Aicher Ambulanz wurden keine Fahrgäste körperlich verletzt.

Wie konnte es zu dem Unfall kommen?

Warum der Mann überhaupt seinen Einsatzort außerhalb des Fahrgeschäfts verlassen hat und im Gefahrenbereich war, ist eine der Fragen, die nun geklärt werden müssen. Die Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei übernommen – konkret das Kommissariat, das für Betriebsunfälle zuständig ist. Dabei wird nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Schelshorn auch untersucht, ob im Zusammenhang mit dem Unfall "jemandem ein Vorwurf zu machen" sei. Er geht davon aus, dass die Ermittlungen "Tage, wenn nicht Wochen" dauern werden. Die Polizei hat auch Zeugen, die den Unfall beobachtet oder gefilmt haben, gebeten sich zu melden.

Was sagen die Betreiber des "Hangover"?

In einer Pressemitteilung der Betreiberfamilie Schneider heißt es, die Familie arbeite eng mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen, um diese bei der Klärung der Frage zu unterstützen, wie es "zu diesem für die Schaustellerfamilie einmaligen Vorfall" habe kommen können und welche Konsequenzen gegebenenfalls zu ziehen seien. "Unser ganzes Team ist geschockt und entsetzt", erklärte Sprecher Dirk Metz.

Kommen auch technische Probleme in Frage?

Nach derzeitigem Stand schließen die Verantwortlichen technische Probleme als Ursache für das Unglück aus. Schon am Mittag hatte Wiesnchef Christian Scharpf gesagt, dass aus Sicht von TÜV und Lokalbaukommission nichts gegen die Wiederaufnahme des regulären Betriebs spreche. Technisch habe das Fahrgeschäft "überhaupt keine Defekte", erklärte er.

Wie reagiert die Stadt?

Gleich in der Früh hat sich Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) in einer schriftlichen Stellungnahme geäußert. Er zeigte sich bestürzt über den tödlichen Unfall. Seine Gedanken seien bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des betroffenen Fahrgeschäfts.

Am Donnerstag soll beim jährlichen Schausteller-Gottesdienst des Verstorbenen gedacht werden. "Wir sind eine große Wiesnfamilie", sagt Schausteller-Specherin Yvonne Heckl. Die Kollegen seien fassungslos, und viele Mitarbeitende hätten auch nie damit gerechnet, dass "am schönsten Arbeitsplatz der Welt" so etwas Tragisches passieren könnte.

Ist es der erste Vorfall mit einem Fahrgeschäft auf der Wiesn?

Es ist bereits der zweite Vorfall mit einem Fahrgeschäft beim diesjährigen Oktoberfest. Im stehengebliebenen Drehkarussell "Predator" hatten Fahrgäste am Samstagabend einige Minuten kopfüber ausharren müssen, bevor sie aus ihren Sitzen geholt werden konnten. Grund der Panne war wohl ein defekter Sensor. Der TÜV prüfte das Karussell erneut, bevor es noch am gleichen Abend wieder freigegeben wurde.

Zum Nachhören: Tödlicher Unfall auf der Wiesn - Was bisher bekannt ist

Weniger als 24 Stunden nach einem tödlichen Unfall auf dem Münchner Oktoberfest ist der Freifall-Turm "Hangover" wieder in Betrieb.
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Weniger als 24 Stunden nach einem tödlichen Unfall auf dem Münchner Oktoberfest ist der Freifall-Turm "Hangover" wieder in Betrieb.

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