Menschen im Kettenkarussell, im Hintergrund die Bavaria-Statue auf der Theresienwiese. Schönes Wetter, viele Gäste, wenige Probleme: So lief das erste Wiesn-Wochenende.
Menschen im Kettenkarussell, im Hintergrund die Bavaria-Statue auf der Theresienwiese. Schönes Wetter, viele Gäste, wenige Probleme: So lief das erste Wiesn-Wochenende.
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Schönes Wetter, viele Gäste, wenige Probleme: So lief das erste Wiesn-Wochenende.
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Kopfstand, Kreislauf, Karneval: So war das erste Wiesnwochenende

Kopfstand, Kreislauf, Karneval: So war das erste Wiesnwochenende

Am Sonntag zog der Trachten- und Schützenzug durch München. Auf dem Festgelände wurde die Ursache für den unfreiwilligen Kopfstand einiger Fahrgeschäft-Gäste gesucht. Und OB Krause brauchte eine Pause. Das war das erste Wiesn-Wochenende.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

450.000 Besucherinnen und Besucher am ersten Wiesn-Tag, am gesamten ersten Wochenende knapp eine Million - das Oktoberfest hat einen "Bilderbuchstart" hingelegt: mit schönstem Wetter, aber ohne Überfüllung; mit kleinen Pannen, aber ohne große Probleme. Polizei und Rettungskräfte hatten trotzdem gut zu tun, und OB Krause litt unter ähnlichen Problemen wie die Personen, die kurzzeitig kopfüber in einem Fahrgeschäft festhingen. Das war das erste Wiesn-Wochenende.

Trachten- und Schützenzug zieht durch München zur Wiesn

Vom Tiroler Schützenviertel Unterland über die Riesengebirgs-Trachtengruppe München bis hin zum Chiemgau-Alpenverband - 50 Gruppen aus ganz Europa zogen mit mehr als 8.000 Teilnehmenden in traditionellen und historischen Gewändern von der Maximilianstraße zur Theresienwiese. Begleitet wurden sie von Festkutschen und geschmückten Brauerei-Gespannen. Als Wahrzeichen der Stadt ritt als Münchner Kindl erstmals Sina Hochreiter dem Zug auf einem Kaltblutross voran. Der Zug gehört zu den größten weltweit.

Erstmals dabei: Kölner Karnevals-Gruppe

Einige Vereine nehmen seit vielen Jahren am Trachten- und Schützenzug teil, doch jedes Jahr sind auch neue Gruppen mit dabei. Aus der Menge heraus stach in diesem Jahr die Gruppe "Kölsche Funke rut-wieß vun 1823". Das älteste Traditionskorps des Kölner Karnevals wurde 1823 gegründet. Als Persiflage auf die früheren Kölner Stadtsoldaten hat es ihre Uniformen in den Stadtfarben Rot-Weiß übernommen und verbreitet seit über 200 Jahren Humor, Brauchtum und Kölsche Lebensart.

Kopfüber in Wiesn-Fahrgeschäft: Ursache wohl defekter Sensor

Während die Trachtenvereine auf die Theresienwiese marschierten, wirbelten im Fahrgeschäft "Predator" schon wieder Fahrgäste durch die Luft. Am Samstagabend waren Besucher mehrere Minuten kopfüber im Fahrgeschäft gehangen. Beim Eintreffen des Sanitätsdienstes waren sie aber bereits wieder auf dem Boden angekommen. Grund für den Stillstand war laut Betreiber ein defekter Sensor, der nun ausgetauscht wurde; der TÜV habe das Fahrgeschaft anschließend erneut geprüft und nichts beanstandet.

Oberbürgermeister Krause mit Kreislaufproblemen

Nach einem gelungenen Wiesn-Auftakt mit nur zwei Schlägen bei seiner Anzapf-Premiere hat Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) am Sonntag eine Pause eingelegt. Am Trachten- und Schützenzug hatte er noch teilgenommen; das Anzapfen in der Bräurosl beim traditionellen "Gay Sonntag" sagte er dann wegen Kreislaufschwierigkeiten ab.

Es sei nichts Besonders passiert, sagte sein Sprecher auf dpa-Anfrage. Krause habe lediglich leichte Kreislaufprobleme gehabt und sei deshalb lieber nach Hause gegangen - um am Montag wieder fit zu sein. Unter anderem will er demnach am Montagmittag bei der Aktion "Wiesn mit Herz" der Oktoberfest-Wirte ein Grußwort sprechen. Die Wirte laden alljährlich an die 1.400 Münchnerinnen und Münchner, die sich sonst ein Essen auf der Wiesn nicht leisten könnten, zum Mittagessen ein.

Polizei: Taschendiebfahnder stoppen Sexualdelikt

Am ersten Wiesn-Wochenende hat sich aus Sicht der Polizei die nationale und internationale Zusammenarbeit bezahlt gemacht. Das sagte Polizeisprecher Christian Drexler dem BR am Sonntag. Taschendiebfahner aus Portugal und aus Frankfurt am Main hätten in zwei Festzelten zwei Personen festgenommen. "Dabei konnten wir ein Sexualdelikt klären und einen Diebstahl verhindern", so Drexler. Das erste Wochenende verlief aus Sicht der Polizei sehr ruhig. Bis zum Sonntagnachmittag wurden 55 Straftaten verzeichnet - etwas weniger als im Vorjahr.

Sanitäter: Armbruch beim Armdrücken

Der Sanitätsdienst der Aicher Ambulanz hatte bereits bis Samstagabend knapp 700 Patientinnen und Patienten behandelt und 13 von ihnen im Computertomographen auf der Wiesn untersucht. Die Gründe waren meist die üblichen: Alkohol, Kreislaufprobleme und Verletzungen. Vom Anzapfen bis zur ersten Alkoholvergiftung dauerte es heuer knapp vier Stunden. Ein 25-Jähriger brach sich den Arm - beim Armdrücken.

Wirte: Neuer Biermisch-Trend?

Natürlich wird auf der Wiesn in erster Linie Bier getrunken - doch nicht immer pur. Lorenz Stiftl, Wirt des Paulaner-Festzelts, berichtete am Sonntag: "Was sehr beliebt ist, ist ein Wasserradler. Also Wasser statt Limo" - auch "saures Radler" genannt. Das habe ihn selbst gewundert, so Stiftl.

Trachtenumzug zur Wiesn
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