Matthias Fischbach beim Landesparteitag der FDP Bayern
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Am Ende gewann er doch: Matthias Fischbach ist neuer Landesvorsitzender der FDP.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Stefan Puchner
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Am Ende gewann er doch: Matthias Fischbach ist neuer Landesvorsitzender der FDP.

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Panne auf Parteitag: Bayern-FDP ruft falschen Vorsitzenden aus

Panne auf Parteitag: Bayern-FDP ruft falschen Vorsitzenden aus

Mit einem neuen Chef will die Bayern-FDP aus der Krise finden. Doch die Wahl von Matthias Fischbach wird von einer Panne überschattet: Das Parteitagspräsidium erklärt den unterlegenen Gegenkandidaten zum Sieger – und bemerkt den Fehler nicht sofort.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die bayerische FDP hat nach einer Parteitagspanne einen neuen Landesvorsitzenden: Bei der Abstimmung in Ingolstadt setzte sich der frühere Landtagsabgeordnete Matthias Fischbach durch – das Parteitagspräsidium allerdings hatte zuvor bereits den unterlegenen Gegenkandidaten zum Sieger erklärt. 

Falscher Name stand bei der Verkündung oben

Fischbach erhielt 206 von 383 Stimmen, Gegenkandidat Moritz Fingerle 172 Stimmen. Doch bei der Projektion auf die große Leinwand stand zunächst Fingerles Name oben, ebenso auf den Computern des Parteitagspräsidiums. Der stellvertretende Vorsitzende der Münchner FDP hatte die Wahl bereits angenommen und zahlreiche Glückwünsche entgegengenommen. Dann korrigierte sich das Präsidium, und Fingerle erfuhr wie die ebenso überraschten Delegierten, dass doch Fischbach gewonnen hatte. 

"Es gibt Dinge, die haben wir nicht nur noch nicht erlebt, die hätten wir uns auch gar nicht vorstellen können", sagte der neue Landesvorsitzende Fischbach anschließend. Das Parteitagspräsidium entschuldigte sich und merkte an, dass es eine ähnliche Panne in der Parteigeschichte der Liberalen mutmaßlich noch nie gegeben habe. 

FDP in Umfragen seit Jahren weit unterhalb von fünf Prozent

Fischbach will die Partei wieder in den Landtag führen, in Umfragen liegen die Liberalen aber weit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Fischbachs Vorgänger Michael Ruoff war erst 2025 angetreten, hatte den Landesvorsitz aber vor wenigen Wochen wieder zur Verfügung gestellt.

Von 2018 bis 2023 war Fischbach Mitglied der FDP-Fraktion im Landtag und hatte dort auch das Amt des parlamentarischen Geschäftsführers inne. Da es mehr als zwei Kandidaten gab und niemand im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht hatte, war die Stichwahl nötig. Angetreten waren auch Hans-Peter Posch aus Schwaben und Aljoscha Lubos aus München.

Mit Informationen von dpa

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