Er soll mehr als sieben Jahre lang pornografische Fotos und Videos von unbekleideten pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen angefertigt haben. Jetzt hat die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg Anklage gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger erhoben.
Er soll die Sexualstraftaten seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen für behinderte Menschen in den Landkreisen Hof, Bayreuth und Lichtenfels begangen haben.
Vertrauensstellung missbraucht
Betroffen sind laut Anklage 24 Kinder und Jugendliche, die der Pfleger in den drei Einrichtungen betreut hat. Unter Ausnutzung seiner Vertrauensstellung als Bezugsperson soll er Detailaufnahmen vom unbekleideten Intimbereich der Kinder und Jugendlichen gemacht und manche dabei auch berührt haben.
Die Betroffenen waren aufgrund ihrer schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen nicht in der Lage, die Straftaten als solche zu erkennen und zu verstehen, heißt es von der Zentralstelle Cybercrime. Sie wirft dem 33-Jährigen vor, die Taten zur Befriedigung seiner sexuellen Fantasien begangen zu haben.
Mutmaßlichem Täter drohen 15 Jahre Haft
Im Jahr 2026 erreichten die oberfränkischen Ermittler Hinweise vom National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) in den USA zu den Vorfällen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen im März fanden Polizeibeamte der Kripo Bayreuth dann mehr als 38.000 pornografische und kinderpornografische Fotos und über 600 Videos. Seitdem befindet sich der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.
Über die Zulassung der Anklageschrift und die Eröffnung des Hauptverfahrens muss nun eine Strafkammer des Landgerichts Bayreuth entscheiden. Dem Beschuldigten droht eine Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren.
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