Im Dunklen stehen drei Rettungskräfte vom Bayerischen Roten Kreuz in Einsatzkleidung beieinander auf einer gepflasterten Fläche. Um sie herum stehen mehrere Einsatzwagen.
Im Dunklen stehen drei Rettungskräfte vom Bayerischen Roten Kreuz in Einsatzkleidung beieinander auf einer gepflasterten Fläche. Um sie herum stehen mehrere Einsatzwagen.
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Ein Unbekannter hat am Sonntagabend in einer Gaststätte Reizgas versprüht. 16 Menschen wurden dabei leicht verletzt.
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
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Ein Unbekannter hat am Sonntagabend in einer Gaststätte Reizgas versprüht. 16 Menschen wurden dabei leicht verletzt.

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Großalarm nach Faschingsfeier: Reizgas in Kneipe versprüht

Großalarm nach Faschingsfeier: Reizgas in Kneipe versprüht

Erst Faschingsgaudi, dann Großalarm bei Polizei und Rettungskräften: Eine unbekannte Person hat in einer Kneipe in Rain am Lech vermutlich Reizgas versprüht. Daraufhin räumte die Polizei das Lokal komplett. 16 Menschen wurden leicht verletzt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Aus einer ausgelassenen Faschingsparty in Rain am Lech in Schwaben ist am Sonntagabend ein großer Einsatz für Polizei und Rettungskräfte geworden. Ein Unbekannter hatte offenbar in einer Kneipe in der Innenstadt Reizgas oder Ähnliches versprüht. Um welchen Stoff es sich handelt, ist bisher noch nicht endgültig geklärt, teilt die Polizei mit.

Gereizte Augen, Atemwegsbeschwerden und Übelkeit

Daraufhin habe man das Lokal gemeinsam mit Sicherheitskräften komplett geräumt. 30 der rund 100 Gäste seien in einer spontan eingerichteten Sammelstelle im Rathaus betreut und medizinisch versorgt worden. 16 Menschen seien leicht verletzt worden. Sie klagten über Atemwegsbeschwerden, gereizte Augen und Übelkeit.

Rains Bürgermeister Karl Rehm (Parteilose Wählergemeinschaft) hatte die Aufregung selbst miterlebt: "Ich habe einige Personen im Rathaus getroffen, die geweint haben, die leicht unter Schock waren - und die vielleicht nicht wussten: Was ist mit meiner Frau oder meinem Freund, meiner Freundin passiert?" Doch es habe sich relativ schnell aufgeklärt, die Betroffenen und Verletzten seien zurückgekommen und hätten ihre Familien oder Ehepartner in die Arme genommen. "Dann sind Freudentränen geflossen", berichtete Rehm.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Weil zunächst nicht klar war, wie viele Menschen tatsächlich betroffen oder verletzt waren, wurden etliche Rettungsdienstfahrzeuge und Feuerwehren aus dem Umkreis alarmiert. So waren neben zahlreichen Polizeibeamten auch rund 45 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie 150 Einsatzkräfte der Rettungsdienste vor Ort.

Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung in derzeit 16 Fällen. Nach dem Verursacher oder der Verursacherin wird jetzt gesucht. In diesem Zuge bittet die Polizei mögliche weitere Geschädigte, sich zu melden. Zudem sucht sie nun Zeugen, um den Vorfall aufzuklären.

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