(Archivbild) Ein Einfamilienhaus im Außenbereich von Wolfratshausen, das so nicht genehmigt war.
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(Archivbild) Der Schwarzbau in Wolfratshausen muss abgerissen werden.
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Rechtsstreit um Schwarzbauten in Wolfratshausen geht weiter

Rechtsstreit um Schwarzbauten in Wolfratshausen geht weiter

Das Fristende naht – doch die Eigentümerin versucht mit allen Mitteln, den Abriss ihrer Einfamilienhäuser in Wolfratshausen zu verhindern. Es sind Schwarzbauten. Seit Jahren tobt ein Rechtsstreit. Die Verhandlung am Donnerstag könnte diesen beenden.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Es könnte die "allerletzte" Chance sein: Nach jahrelangem Rechtsstreit um drei schwarz gebaute Einfamilienhäuser am Isarspitz in Wolfratshausen findet am Donnerstag am Verwaltungsgericht München nochmal eine Verhandlung statt. Am 30. April endet die Frist des Landratsamtes, bis dahin müssen die umstrittenen Schwarzbauten abgerissen werden.

Neue Pläne statt Abriss: Eigentümerin klagt gegen Behörden

Doch die Eigentümerin und Mieter der drei Einfamilienhäuser in Wolfratshausen versuchen auf alle erdenklichen Arten, den Abriss der Schwarzbauten noch zu verhindern. Sie möchten die Häuser umbauen, und zwar auf den Stand, der ihnen 2014 genehmigt worden war. Oder: Die Häuser sollen als Asylbewerberunterkunft genutzt werden.

Doch dafür braucht die Eigentümerin entsprechende Genehmigungen. Das Landratsamt und die Stadt Wolfratshausen lehnen das ab. Dagegen klagt jetzt die Eigentümerin. Das ist mittlerweile die Tochter des Bauunternehmers, der die Häuser 2018 rechtswidrig fertiggestellt hatte.

Baustopp ignoriert – dreist weitergebaut und vermietet

Die Behörden bleiben dabei: Die drei Schwarzbauten müssen abgerissen werden, spätestens am 1. Mai müssen die Einfamilienhäuser weg sein. Falls das nicht passiert, droht der Eigentümerin ein Zwangsgeld von über 700.000 Euro. Das Landratsamt fürchtet Nachahmer.

Denn bereits in der Bauphase hatten die Behörden einen Baustopp verhängt. Der Unternehmer hat diesen laut Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) allerdings ignoriert und die so nicht genehmigten Einfamilienhäuser dann dreist vermietet. Er habe die Mieter "als Geisel genommen", erklärte der damals sichtlich aufgebrachte Landrat in einem Interview mit dem BR im Jahr 2022.

Seit Jahren zieht sich nun der Rechtsstreit zwischen dem Freistaat Bayern und der Eigentümerin der drei Häuser. Mit einer Entscheidung des Münchner Verwaltungsgerichts, die am Freitagmittag öffentlich bekanntgegeben werden soll, könnte dieser endgültig beendet werden.

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