Symbolbild zum Thema Kritische Infrastruktur (wie das Stromnetz) in Deutschland
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Ermittlungen nach möglichen Brandanschlägen von Extremisten

Ermittlungen nach möglichen Brandanschlägen von Extremisten

Nach einem Feuer in Regensburg und einer mutmaßlich gescheiterten Brandstiftung in Pentling ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft. Möglicherweise handelt es sich um Sabotage durch Extremisten. Ziele waren die Stromversorgung und Infrastruktur.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Nach mutmaßlichen Brandanschlägen auf die Stromversorgung im Regensburger Westen sowie in der Stadtrandgemeinde Pentling ermittelt jetzt die Generalstaatsanwaltschaft in München. Beide Fälle werden von der Zentralstelle für die Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bearbeitet, wie die Behörde dem BR bestätigte. Zunächst hatte die Mediengruppe Bayern berichtet.

War Wasserkraftwerk im Visier?

Am Montag hatte es nach einem Kabelbrand an der Staustufe über die Donau im westlichen Regensburg eine starke Rauchentwicklung gegeben. Zeitweise war dadurch laut Polizei die Sicht auf der daneben verlaufenden A93 eingeschränkt.

Auf BR-Nachfrage teilt der Wasserkraftwerksbetreiber Uniper mit, dass die dort verlegten Kabel mit Anlageteilen des Wasserkraftwerks verbunden seien. Allerdings habe der Brand nur sehr geringe Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage gehabt. Man wolle den Untersuchungen nicht noch mehr Publizität verleihen, so ein Uniper-Sprecher. Aber: "Für den Fall, dass es tatsächlich Brandstiftung war: Der Vorfall in Regensburg ist nicht der erste seiner Art."

In einem ähnlichen Fall sollen Unbekannte in Pentling am Stadtrand von Regensburg erfolglos versucht haben, Strommasten anzuzünden. Wegen dieser "Tatobjekte und Tatmodalitäten" sei in beiden Fällen von einer extremistischen Tatmotivation auszugehen. Das teilte Sebastian Murer, Sprecher bei der Generalstaatsanwaltschaft, dem BR auf Anfrage mit.

Behörde prüft möglichen Zusammenhang mit anderen Vorfällen

Die Behörde ermittelt laut Murer jetzt zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Dabei geht es auch um einen möglichen Zusammenhang der Vorfälle im Regensburger Westen und in Pentling.

Gefragt, ob die Zentralstelle auch einen möglichen Zusammenhang zu Vorfällen in Baden-Württemberg sieht, sagte Murer, eine solche Verbindung werde ebenfalls überprüft.

In Reutlingen war nach einem Brand in einem Umspannwerk am Montag der Strom ausgefallen – 20.000 Haushalte waren in der Spitze betroffen.

Einen weiteren mutmaßlichen Anschlag auf die Stromversorgung hatte es Ende Mai in Garching bei München gegeben: Hier setzten Unbekannte zwei Strommasten in Brand. Auch in diesem Fall ermitteln die Behörden.

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