Ein Regionalzug ist Mittwochnachmittag bei Fridolfing im Landkreis Traunstein gegen einen Baum gefahren, der bei einem Unwetter auf die Gleise gestürzt war. Eine Sprecherin der Bundespolizei bestätigte Medienberichte, wonach der Zug und das Gleisbett erheblich beschädigt wurden.
Bei Aufprall entgleist vorderer Zugteil – bis zur nächsten Weiche
Der Unfall passierte kurz vor 17 Uhr, als ein Unwetter mit Sturmböen durch den Landkreis Traunstein zog. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. Einer davon fiel quer auf das Bahngleis, der Regionalzug fuhr dagegen.
Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass der vordere Teil des Zuges entgleiste und auf dem Schotterbett mehrere Hundert Meter weit schlitterte. Dann folgte eine Weiche: Wie die Sprecherin der Bundesspolizei in Freilassing sagte, sorgte diese dafür, dass der Zug wieder aufs Gleis zurückgehoben wurde.
Schwere Schäden und Streckensperrung
Die rund 40 Menschen im Zug kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden mit einem Bus abgeholt. Der schwer beschädigte Zug soll im Laufe das Donnerstag abtransportiert werden. Am Gleis sind Reparaturen notwendig, so dass zwischen Garching an der Alz und Freilassing ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde. Wann auf dem Abschnitt wieder Züge verkehren, ist noch nicht bekannt.
Weitere Zug-Baum-Kollision in der Oberpfalz
Auch in der Oberpfalz ist ein Regionalzug gegen einen umgestürzten Baum geprallt. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 22 Uhr auf der Strecke von Sulzbach-Rosenberg nach Amberg. Die Fahrgäste blieben unverletzt. Die Lokführerin erlitt einen Schock.
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