Ein am Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) erkranktes Baby wird im Krankenhaus mit Hilfe einer Inhalationsmaske behandelt.
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RSV-Fallzahlen steigen: Gesundheitsministerium rät zum Impfen

RSV-Fallzahlen steigen: Gesundheitsministerium rät zum Impfen

Weil die RSV-Fallzahlen steigen, rät die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) aktuell vor allem Eltern, Säuglinge und Kleinkinder gegen RS-Viren immunisieren zu lassen. Auch für ältere Menschen könne das sinnvoll sein.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) ruft vor allem Eltern von Säuglingen dazu auf, ihre Kinder gegen RS-Viren immunisieren zu lassen. Seit Jahresbeginn steige die Zahl der durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursachten Atemwegserkrankungen, teilte das Ministerium mit.

Säuglinge und Kinder besonders gefährdet

Kinder, die während der RSV-Saison - also von Oktober bis März - geboren wurden oder noch geboren werden, sollten möglichst rasch nach der Geburt die RSV-Prophylaxe erhalten, riet Gerlach. Während die Erkrankung bei Erwachsenen oft harmlos verläuft, seien Säuglinge und Kleinkinder im Alter bis zu vier Jahren besonders anfällig für schwere Verläufe.

Immunisierung bietet sofortigen Schutz

Anders als bei einer klassischen Impfung biete die RSV-Immunisierung sofortigen Schutz vor einer schweren Erkrankung, sagte Gerlach. Denn dabei müsse das Immunsystem nicht erst Antikörper bilden. Sie werde auch von der Ständigen Impfkommission empfohlen.

Auch für ältere Menschen empfehlenswert

Auch für Menschen ab 75 Jahren wird eine einmalige Impfung gegen RSV empfohlen. Bereits ab 60 Jahren sei eine Impfung sinnvoll für Menschen mit schweren Grunderkrankungen sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

Influenza- und Covid-19-Fallzahlen vergleichsweise niedrig

Im Gegensatz zu den RSV-Fallzahlen sind die Meldezahlen der Influenza sowie von Covid-19 derzeit bereits wieder rückläufig und liegen unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Trotzdem könne es auch im Verlauf einer Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen, sagte Gerlach. Die jährliche Schutzimpfung gegen Grippe werde insbesondere Menschen ab 60 Jahren sowie chronisch Kranken, Schwangeren und Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen empfohlen, ebenso wie Pflegekräften und medizinischem Fachpersonal. Ab einem Alter von 60 Jahren und für Jüngere mit bestimmten Vorerkrankungen sei zudem eine jährliche Auffrischungsimpfung für den Schutz gegen Covid-19 und eine einmalige Impfung gegen Pneumokokken sinnvoll.

Mit Informationen von epd

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