Den Vereinten Nationen droht nach Worten von Generalsekretär António Guterres der Konkurs. Als Gründe nannte er ausstehende Beitragszahlungen und eine Haushaltsregel, die die Rückgabe nicht ausgegebener Gelder vorschreibe.
UN droht "finanzieller Kollaps"
"Die Krise vertieft sich, bedroht die Umsetzung von Programmen und riskiert den finanziellen Kollaps." Die finanzielle Situation der Organisation verschlechtere sich rapide weiter und wenn keine Lösung gefunden werde, könne im Juli das Geld für das reguläre Budget ausgehen, hieß es am 28. Januar in einem Brief des UN-Chefs an die 193 Mitgliedsstaaten, der den Nachrichtenagenturen afp, dpa und Reuters vorlag.
Die UNO hat seit Jahren mit chronischen Liquiditätsproblemen zu kämpfen, weil einige Mitgliedstaaten ihre Pflichtbeiträge nicht vollständig und andere nicht rechtzeitig zahlen. Dies zwingt die UNO regelmäßig zu Einstellungsstopps und Kürzungen ihrer Missionen.
USA schulden mehrere Milliarden
Alleine die USA schulden den Vereinten Nationen derzeit insgesamt mehrere Milliarden Dollar. Trump hatte die Organisation in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und in den vergangenen Monaten ihre Gelder für bestimmte UN-Organisationen gekürzt. Gleichzeitig arbeitet der umstrittende US-Präsident an fragwürdigen Parallelstrukturen wie dem "Friedensrat", der auf US-Interessen ausgerichtet ist.
Guterres fordert Länder zur Zahlung auf
Guterres forderte die Länder zur Zahlung ihrer Beiträge auf: "Entweder kommen alle Mitgliedstaaten ihrer Verpflichtung nach, ihre Beiträge vollständig und pünktlich zu zahlen – oder die Mitgliedstaaten müssen unsere Finanzregeln grundlegend überarbeiten, um einen drohenden finanziellen Zusammenbruch abzuwenden."
Mit Informationen von afp, dpa und Reuters
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