Sie übergab Goldbarren und -münzen an einen falschen Polizisten: Eine Münchner Seniorin ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden und hat dabei ein Vermögen verloren.
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Goldbarren nach Schockanruf übergeben
Wie die Münchner Polizei mitteilte, gab sich ein Unbekannter als Polizeibeamter aus und erzählte der Frau am Telefon, ihre Tochter sei als Beschuldigte in einen Autounfall verwickelt. Bei dem Unfall sei ein Kind gestorben. Die 70-Jährige müsse eine Kaution in Höhe einer sechsstelligen Summe zahlen, damit ihre Tochter nicht inhaftiert werde.
Der oder die Betrüger brachten die Seniorin laut Polizei dazu, mehr als fünf Kilogramm Gold und Silber zu übergeben. Der Wert der Münzen und Goldbarren liegt bei 800.000 Euro.
70-Jährige bemerkt den Betrug zu spät
Mehr als zwei Stunden später bemerkte die 70-Jährige den Angaben zufolge den Betrug. Sie habe mit dem Telefon ihrer Nachbarin ihre Tochter angerufen und festgestellt, dass diese gar keinen Unfall hatte. Deshalb rief die Betrogene zusammen mit der Nachbarin die Polizei.
Wie die Wertgegenstände transportiert wurden, konnte die Polizei nicht sagen. Es gebe Hinweise darauf, dass der Unbekannte zur Übergabe zu Fuß unterwegs war. Das sei aber nicht bestätigt. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet um Hinweise.
Polizei warnt immer wieder, hohe Dunkelziffer vermutet
Die Polizei warnt immer wieder vor der perfiden Betrugsmasche, mit der insgesamt viele Millionen Euro erbeutet werden. Die Täter, die meist in Banden organisiert sind, nutzen bei ihren Schockanrufen insbesondere die Angst und Sorge um Angehörige aus, um ihre Opfer zu manipulieren. Ermittler empfehlen, regelmäßig mit älteren Angehörigen darüber zu sprechen und auf die Gefahr hinzuweisen.
Wie verbreitet die Form des Betrugs ist, lässt sich nicht mit absoluter Gewissheit sagen. In Polizei-Statistiken ist von Tausenden Fällen die Rede. Experten gehen aber von einer Dunkelziffer aus, weil nicht alles angezeigt wird.
Im Video: report München filmt Schockanruf
(Symbolbild) report München filmt Schockanruf
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