Unbekannte Täter haben am Samstagabend auf der S-Bahn-Strecke zwischen München-Neuaubing und Westkreuz mehrere Betonplatten auf die Gleise gelegt. Eine S-Bahn wurde dabei beschädigt. Verletzt wurde niemand.
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Vorderräder der S-Bahn hoben kurz ab
Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion überfuhr ein stadteinwärts fahrender Zug der Linie S 8 gegen 21.20 Uhr die Betonplatten mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Stundenkilometern. Der 45-Jährige S-Bahn-Fahrer berichtet von einem heftigen Schlag, bei dem die vorderen Räder kurz abgehoben seien. Mit einer Schnellbremsung brachte er den Zug zum Stehen und setzte einen Notruf ab.
Fahrgäste mussten auf offener Strecke S-Bahn verlassen
Die rund 200 Fahrgäste in der S-Bahn blieben unverletzt. Sie wurden mit Unterstützung der Feuerwehr aus dem Zug geführt und konnten ihre Fahrt mit Ersatzbussen fortsetzen. Die Evakuierung dauerte gut eine Stunde.
Einsatzkräfte stellten am Zug mehrere beschädigte Laufräder sowie ein abgerissenes Sandungsrohr fest, das bei Nässe und Glätte Sand auf die Schienen streut, um die Bremswirkung eines Zuges zu erhöhen. Die Gleise blieben nach ersten Kontrollen unbeschädigt. Den Schaden schätzt die Deutsche Bahn auf mehr als 10.000 Euro.
Elf 20-Kilo-Betonplatten auf Gleise gelegt
Die Täter hatten insgesamt elf Betonplatten auf die Gleise gelegt. Die rund 20 Kilogramm schweren, etwa 50 mal 40 Zentimeter großen Platten stammten von einer Kabelschachtabdeckung neben den Gleisen.
Mehrere Polizeistreifen fahndeten mit Unterstützung eines Hubschraubers nach den Tätern - ohne Erfolg. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und bittet Zeugen um Hinweise. Wer am Samstagabend (14. März) im Bereich der S-Bahn-Strecke zwischen München-Neuaubing und München-Westkreuz verdächtige Personen oder ungewöhnliche Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden.
Strecke für zweieinhalb Stunden gesperrt
Die Bahnstrecke war zwischen Westkreuz und Freiham wegen des Einsatzes rund zweieinhalb Stunden bis Mitternacht gesperrt. Nach Polizeiangaben fielen dadurch 13 Züge zum Teil aus, vier Züge verspäteten sich insgesamt um mehrere Stunden.
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