Schülerinnen und Schüler vor einer Schule (Symbolbild)
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Schulen: Diese Smartphone-Regeln gelten nach den Sommerferien

Schulen: Diese Smartphone-Regeln gelten nach den Sommerferien

An französischen Schulen heißt es inzwischen für alle Jahrgänge: Smartphones verboten. In Bayern sind die Vorgaben flexibler – je nach Alter und Schulleitung. Welche Regeln an den Schulen im Freistaat gelten und wie die Beteiligten das finden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die Sommerferien enden in dieser Woche auch in Bayern. In Frankreich sind die Klassenzimmer schon länger wieder voll, mit einer grundlegenden Neuerung: Schülerinnen und Schüler dürfen ihr Handy während der Zeit in der Schule in aller Regel nicht benutzen. Auch nicht in den Pausen. Für jüngere Jahrgänge gilt das Smartphone-Verbot schon länger, jetzt auch für die Oberstufe.

Auf BR24-Anfrage erläutert eine Sprecherin des bayerischen Kultusministeriums, welche Smartphone-Regeln in Bayern für das neue Schuljahr gelten.

Smartphones: Was für die Klassen 1 bis 7 gilt

Nach den Ferien dürfen Bayerns Schulkinder bis einschließlich Klasse 7 Smartphones und Tablets während der Zeit in der Schule außerhalb des Unterrichts nicht nutzen. Das hat die Staatsregierung im Frühjahr beschlossen. Auch bei sonstigen Schulveranstaltungen sei die "Nutzung digitaler Endgeräte" ausgeschlossen, betont die Sprecherin: "In diesen Altersgruppen sollte die Nutzung mobiler Endgeräte stets pädagogisch begleitet erfolgen."

Was in Bayern ab Klasse 8 gilt

Ab Klasse 8 entscheiden die Schulen vor Ort, ob sie private Handynutzung außerhalb des Unterrichts erlauben, sagt die Sprecherin des Kultusministeriums. An Bayerns Schulen können also ab der Mittelstufe verschiedene Regelungen für verschiedene Jahrgangsstufen gelten. "Gibt sich eine Schule keine schuleigene Nutzungsordnung, gilt grundsätzlich ein 'Handyverbot' für alle Jahrgangsstufen."

Die genaue Umsetzung ist bayernweit unterschiedlich. Das berichtet der BLLV (externer Link). Manche Schulen haben "Handygaragen", in denen mobile Endgeräte bis zum Unterrichtsende warten – andere erlauben Handys in der Mittagspause oder in bestimmten Bereichen.

"Verantwortungsvoller und gesunder Umgang"

Laut Ministerium hat Bayern das Ziel, "Kinder und Jugendliche stark zu machen für einen reflektierten, verantwortungsvollen und gesunden Umgang mit digitalen Medien". Inwiefern Handys oder Tablets im Unterricht zum Einsatz kommen, entscheiden die Lehrkräfte. Digitales Lernen an Leihgeräten spielt in der Grundschule eine untergeordnete Rolle. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) formulierte es vergangenes Jahr so: "Umso jünger, umso weniger digital, dafür mehr klassisch."

Schülersprecherin: "Alle sprechen von Medienbildung..."

"Aus meiner Sicht sind die aktuellen Smartphone-Regeln in Bayern für die Zeit außerhalb des Unterrichts sinnvoll", sagt Jana Bäuerlein vom Landesschülerrat auf BR24-Anfrage. "Bei jüngeren Schülerinnen und Schülern bis einschließlich Klasse 7 sollte das eigene Handy in der Schule gar keine Rolle spielen. Ältere sollten ihr Smartphone in den Pausen benutzen dürfen." Wenn Schulen Regeln ab Klasse 8 erarbeiten, sollte die Schulleitung das zusammen mit den Jugendlichen erarbeiten.

Bäuerlein findet: "Im Unterricht ist es am besten, für digitales Lernen von der Schule gestellte Tablets zu nutzen." Dann sei die Ablenkungsgefahr am geringsten. Es komme aber immer wieder vor, dass auch private Smartphones im Unterricht zum Einsatz kommen.

"Natürlich sind das generell Zeit- und Konzentrationsfresser", sagt Bäuerlein. "Alle sprechen von Medienbildung – aber wie man die eigene Nutzung gut kontrolliert, lernt man in der Schule viel zu wenig." Gefragt nach Erwachsenen, die selbst viel am Smartphone sind, sagt die Schülersprecherin: "Natürlich haben Erwachsene eine Vorbildfunktion. Wenn zum Beispiel Lehrkräfte während des Unterrichts öfter ihr Handy benutzen, fragt sich die Klasse: Warum dürfen wir das jetzt nicht?"

BLLV-Präsidentin Fleischmann: "Lenken uns alle ab"

Der BLLV fordert "klare Rahmenrichtlinien", die sich nicht ständig ändern – wie in Bayern beim zuletzt von der Staatsregierung beschlossenen Smartphone‑Verbot bis einschließlich Klasse 7. "Klar ist, dass wir im schulischen Setting eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre brauchen", sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann auf BR24-Anfrage. "Smartphones lenken uns alle ab – ehrlicherweise sind auch viele Erwachsene abhängig."

Bei älteren Schülerinnen und Schülern müsse man sich einzelne Schulen und Klassen anschauen, sagt Fleischmann. Einen guten Umgang mit dem Smartphone zu lernen, gehöre als Teil der Medienbildung zur "veränderten Auftragslage von Schule".

Macron hofft auf "Ruhe für das Lernen"

Auch die bayerischen Fachleute werden sich anschauen, welche Erfahrungen Frankreich mit seinen ab sofort komplett handyfreien Schulen macht. Die Hoffnung des dortigen Präsidenten Emmanuel Macron: "Eine Schule ohne Telefon bringt Ruhe für das Lernen zurück."

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