Zahlreiche Teilnehmer bei der Demonstration "Schulstreik gegen die Wehrpflicht" in München
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Rund 600 Teilnehmer folgten in München dem Demonstrationsaufruf von "Schulstreik gegen die Wehrpflicht"
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Rund 600 Teilnehmer folgten in München dem Demonstrationsaufruf von "Schulstreik gegen die Wehrpflicht"

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"Schulstreik gegen Wehrpflicht" will bundesweite Bewegung werden

"Schulstreik gegen Wehrpflicht" will bundesweite Bewegung werden

Schülerinnen und Schüler demonstrieren bundesweit, dass aus dem freiwilligen Wehrdienst keine Pflicht wird. Sie hoffen darauf, eine Bewegung zu starten. Der Auftakt blieb aber unter den Erwartungen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler haben am Donnerstag in Bayern den Schulunterricht bestreikt. In München beispielsweise kamen 600 Personen, in Nürnberg 200 und in Augsburg 100 zusammen. Damit beteiligten sich weniger Menschen, als die Veranstalter sich vorher erhofft hatten.

Ziel: Gesetz zur "Modernisierung des Wehrdienstes" abschaffen

Die Aktivisten der bundesweiten Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" hoffen auf regelmäßige Streiks, aus denen eine Bewegung entstehen soll. Schon im Dezember hatte es ähnliche Proteste gegeben. So wollen sie Druck auf die Bundespolitik ausüben. Ihr Ziel ist es, dass das Gesetz zur "Modernisierung des Wehrdienstes" wieder abgeschafft wird.

Im Video: Schulstreik gegen neuen Wehrdienst

Deutschlands Schüler gingen heute auf die Straßen - gegen den neuen Wehrdienst! I
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Deutschlands Schüler gingen heute auf die Straßen - gegen den neuen Wehrdienst! I

Linus streikt für antimilitaristische Jugendbewegung

Einer der Aktivisten ist der 15-jährige Linus von Sicard. Eigentlich hätte er "Wirtschaft und Recht"-Unterricht an seinem Gymnasium gehabt. Doch am Donnerstag ging er stattdessen streiken, um auf einer Kundgebung in München zu sprechen. "Langfristig ist unsere Idee, eine große antimilitaristische Jugendbewegung aufzubauen, die sich dann nicht nur gegen die Wehrpflicht, sondern auch andere Formen dessen richtet", sagt er.

Mit diesen anderen Formen meint der Schüler beispielsweise Besuche von Jugendoffiziere an Schulen, die dort über die Sicherheitspolitik aufklären sollen. Für ihn und auch die anderen Protestierenden zeige das, wie eine Militarisierung selbst in den Schulen stattfinden würde. Deswegen sollten solche Besuche abgeschafft werden, so Linus von Sicard.

Im Vordergrund ein rotes Plakat mit der Aufschrift "WEHR DICH GEGEN WEHRPFLICHT! AM TAG-X AUF DIE MAXSTRASSE". Im Hintergrund ist dein Demonstrationszug zu sehen.
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Trotz Unterrichtspflicht demonstrieren Hunderte bayerische Jugendliche im "Schulstreik gegen Wehrpflicht". Auch in Nürnberg wurde gestreikt.

Sorge, dass aus freiwilligem Wehrdienst Wehrpflicht wird

Hauptthema bleibt bei den bundesweiten Demonstrationen die sogenannten "Schulstreiks gegen die Wehrpflicht". Eine Wehrpflicht gibt es bislang nicht. Allerdings sind aktuell all diejenigen Männer, die 2008 geboren sind, verpflichtet, einen Fragebogen auszufüllen. Dieser fragt ab, wer alles an einem Wehrdienst interessiert wäre. Der Dienst bleibt aber freiwillig. Die Bewegung "Schulstreik gegen Wehrdienst" sagt allerdings, dass schon jetzt der rechtliche Rahmen stehe, damit aus dem "freiwillig" eine Wehr-"Pflicht" wird.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte zu einem absehbaren Pflichtdienst im Dezember in einer Bundestagsdebatte:

Dieser Wehrdienst ist freiwillig und der bleibt es, wenn alles so gut läuft, wie wir uns das versprechen. Aber zur Ehrlichkeit gehört, wenn es nicht reicht und wenn die Bedrohungslage sich weiter so oder schlechter entwickelt, werden wir über eine verpflichtende, eine Teil-Pflicht nicht umhinkommen, um dieses Land schützen zu können. - Bundesverteidigungminister Boris Pistorius

Die nächsten Demonstrationen von "Schulstreik gegen Wehrpflicht" sind schon in Planung.

BR24 auf TikTok: Schulstreik gegen Wehrpflicht

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