Eine Schwimmerin meldete der Polizei am Sonntagnachmittag einen verdächtigen Gegenstand in der Paar im Landkreis Pfaffenhofen. Einsatzkräfte stellten fest, dass es sich um den Sprengkopf einer Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. Da der Zünder fehlte, bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Kampfmittelräumdienst entsorgte den Sprengkopf.
Kampfmittel durch niedrige Pegelstände sichtbar
Wegen der niedrigen Pegelstände könnten nach Einschätzung der Polizei weitere verdächtige Gegenstände oder Kampfmittel sichtbar werden. Die hohen Temperaturen führen in mehreren deutschen Regionen zu niedrigen Wasserstände an Flüssen und in Seen. Weltkriegsmunition, die nach Kriegsende in Gewässern abgeladen wurde, könnte mancherorts wieder auftauchen. Davor hatte auch der beim Regierungspräsidium Darmstadt (RP) angesiedelte Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen vor Kurzem gewarnt. Wer einen möglichen Sprengkörper entdeckt, sollte ihn nicht berühren, den Fundort großräumig meiden und umgehend die Polizei verständigen.
Explosive Lage in der Fröttmaninger Heide
Auch in einem anderen beliebten Naherholungsgebiet in Bayern schlummern Überreste aus Jahrzehnten militärischer Nutzung unter der Oberfläche. Das Gelände Fröttmaninger Heide war lange Jahre Truppenübungsplatz der Bundeswehr, davor nutzte es die US-Armee. "Das Problem ist die Kampfmittelbelastung auf dieser Fläche", warnt Sandra Semmler, Geschäftsführerin des Heideflächenvereins, im Februar. Weil das Gelände so lange als Truppenübungsplatz diente, sei die Belastung besonders hoch. Spaziergänger dürften sich deshalb ausschließlich auf den geräumten und markierten Wegen aufhalten.
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