ARCHIV - 22.02.2026, Baden-Württemberg, Ilmensee: Ein Rotmilan startet von einer Wiese aus in die Luft. Zwei Rotmilane sind im Gemeindegebiet Olching tot aufgefunden worden. (zu dpa: «Rotmilane in Olching vergiftet») Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 22.02.2026, Baden-Württemberg, Ilmensee: Ein Rotmilan startet von einer Wiese aus in die Luft. Zwei Rotmilane sind im Gemeindegebiet Olching tot aufgefunden worden. (zu dpa: «Rotmilane in Olching vergiftet») Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Laut dem LBV und der Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) sind in den vergangenen Monaten sieben Vögel mit Carbofuran vergiftet worden
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Laut dem LBV und der Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) sind in den vergangenen Monaten sieben Vögel mit Carbofuran vergiftet worden

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Serie von Giftanschlägen auf Greifvögel in Bayern

Serie von Giftanschlägen auf Greifvögel in Bayern

Naturschutzverbände schlagen Alarm: Offenbar haben in jüngster Zeit unbekannte Täter Greifvögel vergiftet. Die insgesamt sieben Vorfälle erstrecken sich über mehrere Gebiete im Freistaat.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) berichten von neuen Fällen von Naturschutzkriminalität in Bayern. Demnach haben in den vergangenen Wochen und Monaten Unbekannte in den Landkreisen Eichstätt, Freising, Miltenberg und Traunstein mindestens sieben Vögel mit dem verbotenen und auch für Menschen gefährlichen Insektizid Carbofuran vergiftet.

Verbände setzen auf konsequente Strafverfolgung

Die Verbände bringen nach eigenen Angaben jeden Fall zur Anzeige. "Wer einen Greifvogel vergiftet, begeht kein Kavaliersdelikt, sondern eine ernstzunehmende Straftat", erklärt Christoph Bauer, der beim LBV das Projekt "Tatort Natur" betreut.

"Perfide Vorgehensweise"

Ein besonders schwerer Fall ereignete sich Anfang April im unterfränkischen Eschau. Dort wurde ein Habicht durch eine präparierte, kopflose Taube, eine sogenannte "Kamikaze-Taube", angelockt und vergiftet. Dank einer sofortigen Behandlung durch einen Tierarzt konnte der Vogel gerettet werden. "Auch wenn es leider nicht der erste uns bekannte Fall ist, bei dem solche 'Kamikaze-Tauben' zum Einsatz kommen, sind wir immer wieder schockiert von dieser perfiden Vorgehensweise", sagt Bauer.

Immer wieder Carbofuran

In Oberbayern wurden drei weitere Vergiftungsfälle gemeldet: drei Mäusebussarde bei Allershausen im Landkreis Freising sowie je ein Rotmilan in den Landkreisen Eichstätt und Traunstein. Laut den Pathologen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wiesen die Tiere verdächtige Fleischstückchen im Verdauungstrakt auf. Toxikologische Untersuchungen bestätigten in fast allen Fällen eine Vergiftung mit Carbofuran.

Bevölkerung zur Mithilfe aufgefordert

LBV und GLUS rufen die Bevölkerung dazu auf, mögliche Giftköder der Polizei zu melden. Dabei sei jedoch höchste Vorsicht geboten. "Die von den Tätern verwendeten Giftstoffe sind auch für Menschen und Haustiere hochgefährlich. Fassen Sie nichts an, was verdächtig erscheint", warnt GLUS-Fachreferentin Franziska Baur.

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