Der Judoka Timo Cavelius liegt am Boden (Archivbild vom 05.02.2023).
Der Judoka Timo Cavelius liegt am Boden (Archivbild vom 05.02.2023).
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Archivbild - Bei einem Judo-Kampf ist der Abensberger Timo Cavelius nach Kampfende von seinem Gegner angegriffen und verprügelt worden.
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Archivbild - Bei einem Judo-Kampf ist der Abensberger Timo Cavelius nach Kampfende von seinem Gegner angegriffen und verprügelt worden.

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Sicherung durchgebrannt: Abensberger Judoka klinikreif geprügelt

Sicherung durchgebrannt: Abensberger Judoka klinikreif geprügelt

Die Sportart Judo steht eigentlich für Ehre und Respekt. Während eines Bundesliga-Kampfs in Leipzig war davon bei einem Gastkämpfer aus Georgien nichts zu merken. Der 24-Jährige prügelte nach Kampfende heftig auf seinen Gegner aus Niederbayern ein.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die Judo-Bundesliga ist von einer Prügel-Attacke überschattet worden. Der Leipziger Gast-Kämpfer Akaki Japaridze aus Georgien prügelte den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius vom TSV Abensberg krankenhausreif. Er musste operiert werden. Dem Georgier droht nun eine lebenslange Sperre.

Eklat nach Kampfende: Abensberger soll Gegner provoziert haben

Der Gast-Judoka des JC Leipzig ging am Samstagabend in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße unmittelbar nach Kampfende auf seinen Gegner los. Der unterlegene Georgier schlug dreimal mit der Faust auf den völlig überraschten Cavelius ein. Der Attacke des 24-jährigen Georgiers ging eine provozierende Jubel-Geste des fünf Jahre älteren Siegers aus Bayern voraus.

Cavelius verlor nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt) zwei Zähne und kam mit Kieferbruch in die Universitätsklinik, wo er noch am Abend operiert wurde. Der 29-jährige gebürtige Hofer bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2028 vor und kann vorerst keine Ranglistenpunkte sammeln. Der Georgier verschwand nach dem Vorfall im Hotel.

Abensberger Trainer spricht von "schrecklichem Einzelfall"

"Dem Georgier sind die Sicherungen durchgebrannt. Das ist ein schrecklicher Einzelfall und hat nichts mit Leipzig und Abensberg zu tun – unsere Vereine verstehen sich gut. Wir finden es auch richtig, dass der Teamkampf nicht abgebrochen, sondern zu Ende geführt wurde", sagte der Abensberger Trainer Manuel Scheibel der Zeitung.

Die Leipziger entschuldigten sich umgehend und veröffentlichten eine Stellungnahme per Instagram: "Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz. Als Judoka stehen wir für Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung." Leipzigs Coach Olaf Schmidt bringt 50 Jahre internationale Erfahrung mit. Aber solche Szenen hatte er im Wettkampf noch nie gesehen.

Verein droht Geldstrafe – Judoka muss um künftige Einsätze bangen

Dabei hatte der 8:6-Sieg des Gastgebers gegen den bayerischen Serienmeister TSV Abensberg längst festgestanden. Beide Kontrahenten standen sich innerhalb einer Stunde zum zweiten Mal gegenüber. Im ersten Duell des 90-Kilo-Limits hatte der Leipziger gewonnen.

Die Sachsen müssen den Vorfall nun aufarbeiten. Dem Verein droht womöglich eine Geldstrafe, Gast-Kämpfer Japaridze vielleicht eine lebenslange Strafe durch den Weltverband. Er gehört erst seit dieser Saison zum Bundesliga-Team, kam erst zweimal zum Einsatz. Nach dem Kampf-Wochenende reist er wieder in seine Heimat zurück. "Er hat sich bisher total ruhig und unauffällig verhalten. Jetzt sind wir natürlich schockiert", erklärte JCL-Kapitän Hannes Conrad.

Mit Informationen von dpa

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