Wegweiser in einem Krankenhaus (Symbolbild)
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Die Kliniken Nordoberpfalz ihre Standorte sichern.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
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So wollen die Kliniken Nordoberpfalz ihre Standorte sichern

So wollen die Kliniken Nordoberpfalz ihre Standorte sichern

Weite Wege, nicht wirtschaftlich: Vor allem auf dem Land steht die Gesundheitsversorgung unter Druck. Die Kliniken Nordoberpfalz haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, ihre Standorte zu erhalten. Was sich dort ändert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Die Gesundheitsversorgung steht gerade auf dem Land vor Herausforderungen: durch eine teils ältere Bevölkerung, lange Wege und gleichzeitigen Ärztemangel. Ohnehin kämpfen immer mehr Kliniken in Bayern ums Überleben. Die Kliniken Nordoberpfalz AG (KNO) will ihre Standorte in Weiden, Kemnath und Tirschenreuth aber langfristig erhalten. Deshalb hat das Unternehmen einen Umbau der Häuser angekündigt.

Neue Schwerpunkte: Kliniken umstrukturieren

Das betrifft vor allem den Landkreis Tirschenreuth. Hier ist die Sorge um eine flächendeckende Gesundheitsversorgung besonders groß, nachdem das Krankenhaus Tirschenreuth 2024 zu einer spezialisierten Klinik mit Notfallambulanz umfunktioniert wurde. Gegen den Verlust der Notaufnahme hatten damals Mediziner und die Anwohnerschaft protestiert. Jetzt sollen die Krankenhäuser im Landkreis Tirschenreuth und in Weiden nochmals neu aufgestellt werden.

Krankenhaus bleibt bestehen - und damit Notaufnahme

Das Krankenhaus Kemnath soll zu einem Fachkrankenhaus mit Schwerpunkt Innere Medizin und Altersmedizin werden. Die Schärfung des Profils zum Fachkrankenhaus ist laut KNO nötig, weil Kemnath als Krankenhaus der ländlichen Grundversorgung den staatlichen Vorgaben und Reformen nicht hätte standhalten können. Kemnath hätte Ende 2027 schließen müssen.

Die Notaufnahme soll aber bestehen bleiben, so der Zukunftsplan der KNO. Die Akutmedizin für ältere Patientinnen und Patienten soll von Tirschenreuth nach Kemnath umziehen. Umgekehrt sollen dafür aber alle orthopädischen Operationen von Kemnath nach Tirschenreuth verlagert werden. Weitere chirurgische Abteilungen werden aus Kemnath nach Weiden verlagert. Die geriatrische Reha in Erbendorf soll noch bis 2029 in der dortigen Steinwaldklinik bleiben und dann nach Tirschenreuth umziehen.

Landkrankenhaus hätte schließen müssen

Die KNO begründen die neue Struktur vor allem so, dass damit die Versorgung der Region gesichert werde. Als klassischer Grundversorger im ländlichen Raum sei das Krankenhaus Kemnath mit 100 Betten nach den derzeitigen staatlichen Vorgaben nicht zu halten, so die KNO.

Tirschenreuths Landrat Hubert Schicker (Freie Wähler) hat erleichtert reagiert. Die wichtigste Botschaft für ihn: Beide Krankenhausstandorte im Landkreis bleiben damit erhalten. Man wolle nichts schönreden, so Hubert Schicker: Für Kemnath sei der durch die Vorgaben der Bundespolitik notwendige Wegfall mehrerer orthopädischer und chirurgischer Stationen ein Einschnitt. Die Umwandlung vom Grundversorger zum Fachkrankenhaus für Innere Medizin und Akutgeriatrie bedeute aber auch, dass die Notaufnahme bleibt.

Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Das Zukunftskonzept der KNO soll bereits im Frühjahr 2027 umgesetzt werden. Die Umzüge seien Ende März 2027 geplant. Die Arbeitsplätze im Verbund sollen weitgehend erhalten bleiben. Mitarbeitende, die die Umstrukturierungen betreffen, würden Angebote an anderen Standorten erhalten, hieß es von den KNO. Derzeit arbeiten 3.100 Beschäftigte für das Krankenhaus-Unternehmen.

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