Politiker informieren sich auf der Geburtsstation des Klinikums Hallerwiese in Nürnberg.
Politiker informieren sich auf der Geburtsstation des Klinikums Hallerwiese in Nürnberg.
Bild
Ministerpräsident Markus Söder hat eine neue Kooperation für Spitzenmedizin in der Metropolregion Nürnberg angekündigt.
Bildrechte: BR / Julia Demel
Schlagwörter
Bildrechte: BR / Julia Demel
Audiobeitrag

Ministerpräsident Markus Söder hat eine neue Kooperation für Spitzenmedizin in der Metropolregion Nürnberg angekündigt.

Audiobeitrag
>

Söder kündigt neue Kooperation für Spitzenmedizin in Franken an

Söder kündigt neue Kooperation für Spitzenmedizin in Franken an

Noch in diesem Jahr will die Bayerische Staatsregierung eine Kooperation zwischen der Erlanger Uniklinik und dem Klinikum Nürnberg auf den Weg bringen. Die Kliniken sollen vor allem in den Bereichen Robotik und KI zusammenarbeiten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Infoblock am .

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag im Nürnberger Heimatministerium getagt und dabei standen die Themen Wissenschaft und Medizin im Fokus. Im Anschluss kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einer Pressekonferenz eine Allianz zwischen dem Universitätsklinikum Erlangen und dem städtischen Klinikum Nürnberg an. Dieser Verbund werde dann mit rund 3.700 stationären Betten größer als die Charité Berlin sein, sagte Söder.

Allianz für Spitzenmedizin in Franken

Die Forschungskooperation soll "F1 Franconia Medicine Alliance" heißen und bereits in diesem Sommer starten. Die Uniklinik Erlangen und das Klinikum Nürnberg sollen dann vor allem in den Bereichen klinische Studien, Biobanking, Robotik und KI sowie bei der Ausbildung von Medizinern eng zusammenarbeiten.

Mit der F1-Allianz soll die Medizin in der Metropolregion eine führende Rolle in der Spitzenmedizin in Deutschland einnehmen, "auf Augenhöhe mit Standorten wie Berlin und München", so Söder. Am Morgen hatte er gemeinsam mit Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) die Geburtsstation in der Klinik Hallerwiese besucht.

Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr auf der Agenda

Weitere Themen auf der Kabinettssitzung: Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr. Mit drei Hochschulen und mehr als 52.000 Studierenden habe sich die Region zu einem Wissenschaftsstandort entwickelt, sagte der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). Der Ausbau der Technischen Universität Nürnberg (UTN) soll mit gleich fünf neuen Gebäuden auf dem Campus Lichtenreuth weiter vorangebracht werden.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hob vor allem die Innovationskraft durch viele Start-ups und Gründerzentren in der Region hervor. Die Staatsregierung werde in diesem Bereich weiterhin "alles fördern und unterstützen, was uns voranbringt", so Aiwanger.

Söder sagte, wenn die Menschen in Mittelfranken wollen, gebe es zudem hohe Förderungen für die drei großen Verkehrsprojekte: Ausbau des Frankenschnellwegs, Magnetschwebebahn und die Stadt-Umland-Bahn von Nürnberg nach Herzogenaurach.

Kritik kommt von der Opposition

Die Landtagsabgeordnete der Grünen aus Nürnberg, Verena Osgyan, kritisierte den Ortstermin des Bayerischen Kabinetts als "alten Wein in neuen Schläuchen": "Wir freuen uns, wenn die Bayerische Staatsregierung auch in der Metropolregion präsent ist und Nürnberg als zweitgrößte Stadt Bayerns im Blick hat".

Allerdings seien dabei auch Themenfelder ausgespart worden: Zum Beispiel gebe es immer noch keine Ausschreibung für den neuen Campus der Erziehungswissenschaften in Nürnberg. "Und das beharrliche Festhalten am Traum einer Magnetschwebebahn wirkt angesichts der realen Herausforderungen beim Ausbau des ÖPNV zunehmend wie Realsatire", so Osgyan.

Im Video: Bayerisches Kabinett im Nürnberger Heimatministerium

Das Bayerische Kabinett tagte heute in Nürnberg. Auf der Agenda stand vor allem der Themenbereich Wissenschaft und Medizin.
Bildrechte: BR 2025
Videobeitrag

Das Bayerische Kabinett tagte heute in Nürnberg. Auf der Agenda stand vor allem der Themenbereich Wissenschaft und Medizin.

Auf Instagram: Pflege-Azubis übernehmen Pflegestation am Nürnberger Südklinikum

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!