BBV-Präsident Günther Felßner (M) mit Demonstranten bei der Kundgebung "Für mehr Demokratie und gegen Gewalt" auf dem Königsplatz
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Felßner: Solidaritätsdemo für Beinahe-Landwirtschaftsminister

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Solidaritätsdemo für Bauernpräsident Felßner

Solidaritätsdemo für Bauernpräsident Felßner

Nach dem Rückzug von Günther Felßner als möglicher Kandidat für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers zeigten heute 800 Menschen in München Flagge für ihn. Vor Ort war aber auch "Animal Rebellion" – die Gruppe, die Felßners Hof besetzt hatte.

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Insgesamt 800 Menschen, so die Polizei, sind am Vormittag auf dem Münchener Königsplatz zusammengekommen, nachdem der Bayerische Bauernverband zu einer Demonstration mit dem Titel "Für mehr Demokratie und gegen Gewalt" aufgerufen hatte. Dem hatten sich auch Vertreter andere Gruppen, beispielsweise von der Polizeigewerkschaft und dem Katholischen Büro Bayern, angeschlossen.

Im Video: Verbände zeigen Solidarität mit Bauernpräsident Felßner

Solidaritätsdemo für Günther Felßner auf dem Münchner Königsplatz
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Solidaritätsdemo für Günther Felßner auf dem Münchner Königsplatz

Felßner: "Gewalt ist eine Sackgasse"

Der Bayerische Bauernverband schrieb in seiner Ankündigung, wenn Aktivisten in die Privatsphäre eindringen, um Einfluss zu nehmen, schade das der Demokratie. Deswegen machte der Verbandspräsident und vormals als möglicher Kandidat für das Amt des Landwirtschaftsministers gehandelte Günther Felßner ein Angebot auf der Demonstration: "Der Dialog miteinander ist der Weg, Gewalt ist die Sackgasse. Und ich werde auch weiterhin mit allen, die sich in der Sackgasse der Gewalt befinden, reden".

In einer Rede bezeichnete er die Aktivistinnen und Aktivisten, die bei ihm auf den Hof eingebrochen waren als "Terroristen". Am Montagvormittag hatten rund 15 vermummte Tierrechtler den Hof von Bauernverbandspräsident Günther Felßner besetzt, waren auf das Dach des Rinderstalls geklettert, hatten Banner entrollt und Bengalos gezündet. Sie hätten so, sagt Felßner heute, mit psychischer und physischer Gewalt ihre Meinung ihm aufgezwungen.

Der CSU-Politiker hatte daraufhin am Dienstag seine Kandidatur als Bundeslandwirtschaftsminister zurückgezogen. "Diese Entscheidung musste ich zum Schutz meiner Familie treffen. Es ist unfassbar, dass gewaltbereite Aktivisten so Erfolg haben." Er betont jedoch, dass er weiterhin für seine politischen Überzeugungen einstehe, solange seine Familie nicht erneut zur Zielscheibe werde.

"Animal Rebellion": "Unsere Aktion war friedlich"

"Animal Rebellion" – die Organisation, die für ihren Protest bei Felßner auf dem Hof eingebrochen war – hatte sich laut Polizei mit 40 Demonstrantinnen und Demonstranten ebenfalls am Königsplatz versammelt. Zu den Vorwürfen von Felßner sagt die Aktivistin und Sprecherin von "Animal Rebellion" Scarlett Treml: "Unsere Aktion am Montag war friedlich. Wir haben keine Pyrotechnik in den Stall reingeschossen, wie es gesagt wird. Wir haben niemanden bedroht und wir haben niemanden eingesperrt. Wenn wir mit unseren Bengalos Menschen erschreckt haben, dann tut uns das ausdrücklich leid."

Zu einem Dialog zwischen Felßner und den Tierschutzaktivisten ist es allerdings heute nicht gekommen. Insgesamt sind beide Proteste friedlich abgelaufen.

Im Video: Solidaritätsdemo für Bauernpräsident Felßner in München

Nach dem Rückzug von Günther Felßner als Kandidat für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers gab es in München eine Solidaritätsdemo.
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Nach dem Rückzug von Günther Felßner als Kandidat für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers gab es in München eine Solidaritätsdemo.

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