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In Würzburg steht ein weiterer Mann vor Gericht, der an einer Entführung in Karlstadt beteiligt gewesen sein soll.
Bildrechte: BR/Bernhard Metzger
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In Würzburg steht ein weiterer Mann vor Gericht, der an einer Entführung in Karlstadt beteiligt gewesen sein soll.

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Spektakuläre Entführung in Karlstadt: Beteiligter vor Gericht

Spektakuläre Entführung in Karlstadt: Beteiligter vor Gericht

Der Fall hat für Aufsehen gesorgt: Mitten am Tag hatten mehrere Männer einen Mann in Karlstadt in einen Kleinbus gezerrt und entführt. Einige von ihnen sind schon im Gefängnis. Jetzt steht ein weiterer Beteiligter vor Gericht.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Es war ein November-Tag im Jahr 2023: In Karlstadt – einer Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart – zerren mehrere Männer einen Syrer gewaltsam in einen Kleinbus. Mitten am Tag. Erst Tage später ist der Mann in Baden-Württemberg wieder aufgetaucht – misshandelt und verletzt.

Entführung in Karlstadt: Drei Männer bereits verurteilt

Genau vor einem Jahr hat das Landgericht Würzburg bereits den Haupttäter zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zwei weitere Beteiligte bekamen Bewährungsstrafen wegen Beihilfe. Alle drei stammen aus Georgien.

Weiterer Beteiligter jetzt in Würzburg vor Gericht

Jetzt muss sich ein weiterer Mann vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Laut Anklage geht es um "erpresserischen Menschenraub in Tateinheit mit versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung".

Opfer: "Gefesselt und mit einer Stange geschlagen"

Im Prozess vor einem Jahr hatte der Mann berichtet: Ihm seien Hände und Füße mit Klebeband gefesselt worden. Er habe nichts zu essen und trinken erhalten. Immer wieder sei er mit einer Stange geschlagen worden.

500.000 Euro: Angeklagter sollte "Geld zurückholen"

Der Angeklagte im aktuellen Prozess soll beauftragt worden sein, Geld von dem Opfer "zurückzuholen". Es soll um eine halbe Million Euro gegangen sein. Die Hälfte davon, also 250.000 Euro, sollte der Angeklagte als Entlohnung bekommen, heißt es in der Anklageschrift weiter. Er soll zugesagt haben.

Insgesamt sollen nach aktuellem Stand sechs Personen an der Entführung beteiligt gewesen sein, so die Anklageschrift.

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