Durch Steinwürfe von Straßenbrücken sind schon schwere Unfälle passiert. Auch das Auto einer Frau auf der Bundesstraße B 12 in Simbach am Inn wurde vergangenen Donnerstag von einem Stein getroffen. Mit im Auto waren die drei Kinder der Frau. Ein Unfall konnte zwar vermieden werden - doch jetzt sucht die Polizei einen Jungen.
Stein verfehlt nur knapp die Windschutzscheibe
Als die 36-Jährige mit ihren Kindern im Auto im niederbayerischen Simbach beim Rennbahncenter unter der Brücke durchfuhr, stand oben ein Junge und ließ laut Polizei einen etwa drei Zentimeter großen Stein herunterfallen. Der Stein sei nur wenige Zentimeter unter der Windschutzscheibe ihres Autos eingeschlagen und habe eine Plastikverkleidung durchbrochen. Die Frau erschrak ihren Angaben zufolge sehr, konnte aber ihr Auto auf der Straße halten, verriss das Steuer kaum und kam auch nicht ins Schleudern. So konnte ein Unfall vermieden werden. Es wurde auch niemand verletzt.
Polizei sucht etwa 9-jährigen Jungen
Die Polizei sucht jetzt nach dem Steinewerfer, es soll sich um einen etwa neun Jahre alten Jungen handeln, mit blonden kurzen Haaren und eher rundlichem Gesicht. Er trug ein weißes T-Shirt. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise, der Vorfall passierte am vergangen Donnerstag gegen 12.30 Uhr.
Werfen von Gegenständen auf fahrende Fahrzeuge kein Lausbuben-Streich
Steinwürfe von Brücken auf Autobahnen oder andere Straßen sind lebensgefährliche Angriffe, die oft zu schweren Unfällen mit tödlichem Ausgang führen können.
Eine der schlimmsten Unfälle dieser Art ereignete sich bereits im Februar 2000 in Darmstadt. Damals töteten drei Jugendliche durch Steinwürfe auf Autos zwei Frauen und verletzten fünf weitere Personen. Die Täter wurden später wegen Mordes und versuchten Mordes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Eine ähnliche Attacke sorgte am Ostersonntag 2008 bundesweit für Schlagzeilen. Damals warf ein 31-jähriger einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg. Eine 33 Jahre alte Mutter wurde vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden Kinder erschlagen. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft wegen heimtückischen Mordes und Mordversuchs in drei Fällen verurteilt.
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