Im Streit um einen Falafel-Stand in der Nürnberger Innenstadt soll jetzt der Stadtrat entscheiden. Das hat die Stadt Nürnberg am Montagabend dem BR mitgeteilt.
Damit reagiert die Stadtverwaltung auf eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts in Ansbach. Das hatte dem Betreiber der Imbiss-Bude "Green Palmyra" recht gegeben. So kann Mohamed Hamwi vorerst weiter vor der Lorenzkirche in seinem roten Imbiss Falafel anbieten. "Mein Vater hat sich gefreut, natürlich, als er die Entscheidung bekommen hat", sagt sein Sohn Muhran. Er sei jetzt wieder motiviert, weiterzuarbeiten, weil er auf dem Platz bleiben darf.
Vom Hauptmarkt zur Lorenzkirche
Nach dem Willen der Stadtverwaltung hätte der Falafel-Stand vor der Lorenzkirche weichen sollen. Wie der Anwalt des Betreibers, Arnd Bühner, dem BR bestätigte, hätte der Stadtrat jedoch einen entsprechenden Beschluss fassen müssen. Dies sei aber nicht geschehen. Somit könne der Stand bleiben.
Das Wirtschaftsreferat, das für die Märkte in Nürnberg zuständig ist, hatte dem Betreiber ursprünglich untersagt, seinen Stand ab Montag, dem 14. September, weiterzubetreiben. Grund dafür ist die Verlegung des Wochenmarkts wegen jahrelanger Bauarbeiten vom Hauptmarkt in den Bereich der Fußgängerzone vor der Lorenzkirche.
Falafel-Stand und weitere Imbisse betroffen
Auf dem Hauptmarkt befand sich bisher auch die Falafel-Bude. Am neuen Standort vor der Kirche sei jedoch weniger Platz für Imbiss-Buden, so die Stadtverwaltung. Deshalb hatte sie mehreren Betrieben gekündigt. Doch nur der Inhaber des Falafel-Stands "Green Palmyra" hatte vor dem Verwaltungsgericht eine Eilentscheidung dagegen angestrebt.
Wann das Hauptsacheverfahren kommt, sei noch völlig unklar, sagte Anwalt Bühner. Ebenso, wie es mit den anderen Imbiss-Betrieben weitergeht, die ebenfalls geklagt haben.
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