Königspython "Baby" in seinem Terrarium.
Königspython "Baby" in seinem Terrarium.
Bild
Königspythons gelten als friedliche Schlangenarten. "Baby" ist laut der Besitzerin sogar handzahm.
Bildrechte: Tierschutzverein Rosenheim
Schlagwörter
Bildrechte: Tierschutzverein Rosenheim
Audiobeitrag

Königspythons gelten als friedliche Schlangenarten. "Baby" ist laut der Besitzerin sogar handzahm.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Bad Aibling: Aufregung um verschwundene Königspython

Bad Aibling: Aufregung um verschwundene Königspython

Eine über 20 Jahre alte Königspython ist aus einer Wohnung in Bad Aibling entwischt und nach Tagen wieder aufgetaucht. Die Schlange war beim Umzug aus der Transportbox gekrochen – und hatte sich ein gutes Versteck gesucht.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Eine Frau aus Bad Aibling war in großer Sorge um ihren Königspython "Baby". Die Schlange war nach einem Umzug vor einer Woche tagelang verschwunden. Schließlich stellte sich heraus: Der über 20 Jahre alte Königspython hatte die Wohnung nie verlassen, sondern sich ganz klein beim Kühlschrank hinter der Lüftung eingekugelt. Die Besitzerin vermutet, dass die Transportbox nicht richtig verschlossen war und das Tier entkommen konnte.

Tierheim wurde alarmiert

Nach dem Verschwinden der Schlange kontaktierte die Besitzerin das Rosenheimer Tierheim. Dieses schaltete daraufhin auf Social Media eine Vermisstenanzeige.

Laut Janina Bruckner vom Tierheim Rosenheim ist es nicht verwunderlich, dass das Tier nicht aus der Wohnung geflüchtet war. Königspythons blieben in der Regel in der Nähe des bisherigen Aufenthaltsorts und zögen sich häufig in kleine, dunkle, warme Höhlen oder Verstecke zurück.

Häufig blieben die Tiere in der Wohnung oder zumindest in der Nähe des Hauses, sagt die Expertin. Die Schlangen könnten sich allerdings trotz ihrer Größe in erstaunlich kleine Verstecke quetschen und seien deshalb schwer zu finden.

Königspython gilt als "handzahm"

Selbst wenn die Würgeschlange "Baby" aus der Wohnung entkommen wäre, hätte in Bad Aibling keine Gefahr bestanden – weder für Menschen noch für Hunde oder Katzen. Denn Königspythons sind laut Reptilienexpertin Bruckner nicht giftig oder gefährlich. Im Gegenteil: Die Schlangenart sei friedlich und würde nicht angreifen, sondern sich eher zu einem kleinen Ball zusammenrollen und zurückziehen.

Deshalb werde die Schlange im Englischen auch "Ball Python" genannt. Das ausgebüxte 1,40 Meter lange Exemplar ist laut der Besitzerin sogar handzahm.

Wetter wäre für die Schlange gefährlich gewesen

Die aktuellen Temperaturen wären für die Schlange allerdings brenzlig gewesen. Schon Temperaturen unter 20 Grad können für einen Königspython gefährlich werden. Die Schlange kommt eigentlich aus Zentralafrika, lebt normalerweise im Terrarium bei angenehmen 24 bis 30 Grad. Bei den aktuellen Temperaturen könnte das Tier draußen schnell eine Lungenentzündung bekommen. Hinter dem Kühlschrank dürfte es dank der Abwärme gemütlich warm gewesen sein.

Dass Schlangen aus privater Haltung ausbüxen, kommt laut der Leiterin der Reptilienstation übrigens selten vor. Von einer entwischten Schlange habe sie zuvor noch nie gehört. Das bestätigte auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Häufiger würden dagegen Spinnen oder Landschildkröten entkommen.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!