01.10.2026, Dresden: Kraftstoffpreise stehen auf der Preistafel einer Tankstelle. Vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2026 wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent je Liter gesenkt. Mit Mehrwertsteuer ergibt sich nach Angaben der Bundesregierung eine Entlastung von bis zu 17 Cent pro Liter.
01.10.2026, Dresden: Kraftstoffpreise stehen auf der Preistafel einer Tankstelle. Vom 1. Oktober bis Ende Dezember 2026 wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent je Liter gesenkt. Mit Mehrwertsteuer ergibt sich nach Angaben der Bundesregierung eine Entlastung von bis zu 17 Cent pro Liter.
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Tankrabatt tritt in Kraft
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Tankrabatt – Start mit schnell fallenden Preisen

Tankrabatt – Start mit schnell fallenden Preisen

Schon in der Nacht ging der Preis deutlich nach unten. Bis zum Vormittag kommt der Steuernachlass wohl weitgehend bei den Verbrauchern an. Nach 12 Uhr gab es allerdings einen deutlichen Preissprung – die Nachfrage an den Tankstellen war hoch.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Der Tankrabatt hat zum Start vielerorts für stark fallende Spritpreise gesorgt. Bereits um Mitternacht herum wurden Benzin und Diesel abrupt billiger. Auf dem Spritpreisportal Tankerkönig sackten die ermittelten deutschlandweiten Durchschnittspreise zwischen 23.41 Uhr und 0.41 Uhr um rund zehn bis elf Cent ab.

Hohe Nachfrage an günstigen Tankstellen

Bis zum Donnerstagmorgen ging es noch deutlich weiter nach unten: Der ADAC ermittelte um 8.00 Uhr für Super E10 einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,062 Euro. Das waren 14,5 Cent weniger als zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch. Diesel kostete um 8.00 Uhr im Schnitt 2,209 Euro – das waren 15,2 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Im Laufe des Vormittags stieg der Preisunterschied im Vergleich zu den jeweils gleichen Zeitpunkten des Mittwochs weiter an und lag nur noch wenige Cent unter der Höhe des Steuerrabatts von 16,7 Cent.

Bis um 11.45 Uhr – typischerweise ist Kraftstoff kurz vor dem Mittagssprung am günstigsten – sank der Preis für E10 laut ADAC auf 2,052 Euro pro Liter, für Diesel auf 2,197 Euro. Das sorgte für rege besuchte Tankstellen. An außergewöhnlich günstigen Tankstellen bildeten sich sogar Schlangen.

Tankrabatt: E10 vielerorts unter zwei Euro

Vielerorts wurde Superbenzin der günstigeren Sorte E10 für weniger als 2 Euro angeboten, wie aus dem Portal des ADAC hervorgeht. Hier gibt es allerdings regionale Unterschiede: In München, Stuttgart oder Leipzig gab es sehr viele solcher Angebote. In Berlin waren es zahlreiche, in Hamburg und Köln gab es dagegen nur wenige bis kaum solcher Angebote. Für den zuletzt deutlich teureren Dieselkraftstoff blieben die Preise in der Regel aber klar über zwei Euro.

ADAC: Tankrabatt zum großen Teil weitergegeben

Morgens und vormittags sind die Preise seit Einführung der 12-Uhr-Regel typischerweise am niedrigsten. Mittags steigen sie dann stark an – oft um mehr als 20 Cent pro Liter. Auch am Donnerstag fiel der Preissprung deutlich aus und sorgte dafür, dass es zumindest vorübergehend praktisch keine Angebote mehr unter 2 Euro pro Liter gab.

Doch auch nach dem Mittagssprung lag der Spritpreis sehr viel niedriger als zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch. "Durchschnittlich zahlen Verbraucher heute um 12.15 Uhr je nach Kraftstoffart zwischen 14 und 15 Cent weniger als gestern", hieß es vom ADAC am Donnerstag. Trotz eines leicht sinkenden Ölpreises sei in dieser Entwicklung "die Senkung der Energiesteuer zumindest weitgehend abgebildet: Diese wird aktuell zu einem großen Teil an Verbraucher weitergegeben." Zugleich forderte der Verkehrsclub die Mineralölkonzerne auf, zeitnah die volle Energiesteuersenkung weiterzugeben.

Grafik: So entwickeln sich die Spritpreise in Bayern

Seit Mitternacht: Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter

Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Wie vollständig dies an die Verbraucher weitergegeben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. Zudem sind Berechnungen dazu komplex.

Die Preise waren bereits am Dienstag und Mittwoch gefallen. Am Mittwoch hatte ein Liter E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt laut ADAC 2,242 Euro gekostet – das waren 3,4 Cent weniger als am Montag. Ein Liter Diesel hatte mit 2,390 Euro zu Buche geschlagen und war damit 3,5 Cent billiger als am Montag.

Schon beim vorigen Tankrabatt war umstritten, wie vollständig er weitergegeben wurde. Auch damals hatte sich aber bereits mitten in der Nacht ein deutlicher Rückgang gezeigt. Forscher des Ifo-Instituts haben bereits angekündigt, dass sie die Weitergabe – wie schon beim ersten Tankrabatt – genau analysieren wollen. 

September war der mit Abstand teuerste Tankmonat

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise auf den Weg gebracht. Der September war der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das hatte sich sogar in der Inflationsrate niedergeschlagen.

Die Maßnahme ist umstritten. Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass der Rabatt ungenau ist, den Anreiz, Sprit zu sparen, dämpft und nicht komplett beim Verbraucher ankommt. Die Mineralölwirtschaft widerspricht letzterem. Befürworter verweisen unter anderem darauf, dass es aktuell kein besseres Mittel gebe, um Autofahrer zu entlasten.

Mit Informationen von dpa

Zum Video: Wird die Entlastung weitergegeben?

Beim letzten Tankrabatt kamen von der Steuerentlastung von 17 Cent je Liter unterschiedlich hohe Beträge bei den Verbrauchern an.
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Beim letzten Tankrabatt kamen von der Steuerentlastung von 17 Cent je Liter unterschiedlich hohe Beträge bei den Verbrauchern an.

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