Symbolbild: Schneesturm in den Alpen.
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Elf Kinder und Jugendliche aus Bayern mussten in Tirol von Bergrettern in Sicherheit gebracht werden.
Bildrechte: picture alliance / Hans Lucas | Martin Bertrand
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Tiroler Polizei rettet Kinder- und Jugendgruppe aus Schneesturm

Tiroler Polizei rettet Kinder- und Jugendgruppe aus Schneesturm

Eigentlich hätte es eine beschauliche Winterwanderung werden sollen – doch ein Schneesturm ist in Tirol einer Gruppe Minderjähriger zum Verhängnis geworden. Die Bergrettung musste die Wanderer aus Bayern aus ihrer misslichen Lage befreien.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Wie schnell aus einer Winterwanderung in den Bergen ein Notfall werden kann, hat am Montag eine Jugendgruppe aus Bayern am eigenen Leib erleben müssen. Elf Jungen und Mädchen sowie ihre Betreuer mussten wegen heftiger Schneefälle in den Tiroler Alpen von der Bergrettung in Sicherheit gebracht werden. Die Einsatzkräfte üben nun massive Kritik an der Planung der Gruppe.

Rettungsaktion dauerte bis tief in die Nacht

Wie die österreichische Polizei am Dienstag mitteilte, wollten die beiden Betreuer im Alter von 20 und 21 Jahren mit den Acht- bis 15-Jährigen zu einer Hütte bei Reutte wandern und dort mehrere Tage verbringen. Beim Aufstieg gerieten sie am Montag jedoch in den Schneesturm, berichtete ein Sprecher der Alpinpolizei der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gruppe war zur Mittagszeit aufgebrochen. Aufgrund des Schlechtwetters und des Tiefschnees dauerte die Tour länger als geplant. Als sie am Abend nach mehr als fünf Stunden ihr Ziel noch nicht erreicht hatten, brachen die Betreuer bei einer anderen, geschlossenen Hütte auf mehr als 1.600 Meter Seehöhe die Wanderung ab und alarmierten die Einsatzkräfte.

Polizei kritisiert mangelhafte Tourenplanung

Die Bergretter brachten die Kinder und Jugendlichen sowie die zwei Betreuer mit Motorschlitten in Sicherheit. Die Bergung dauerte fast bis 23.00 Uhr. Die Geretteten waren weder verletzt noch unterkühlt und konnten wohlbehalten zu ihren Familien zurück, hieß es von der Polizei.

Die Gruppe sei zwar gut ausgerüstet gewesen, doch die Wanderung sei unzureichend geplant worden, sagte der Alpinpolizist mit Blick auf das Winterwetter. Organisiert worden war der Aufenthalt von einem privaten Veranstalter.

Mit Informationen von dpa

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