Seit mehreren Tagen werden immer wieder tote Zwergwelse am Dechsendorfer Weiher in Erlangen gefunden. Das städtische Amt für Umweltschutz hat die Kadaver untersucht.
Zwergwelse von Pilzinfektion befallen
Die Fische sind an einer Pilzinfektion gestorben, die ausschließlich Zwergwelse befällt, teilte die Behörde am Mittwochabend mit. Für Menschen oder andere Tiere bestehe keine Gefahr.
Zwergwelse sind in europäischen Gewässern nicht heimisch. Sie vermehren sich nach der Information des Umweltamts besonders stark und gelten als problematisch. Der Zwergwels stehe in Konkurrenz zu einheimischen Fischarten. Er verdränge Jungfische und beeinträchtigt die Bestände anderer Arten. Darüber hinaus ernähren sich Zwergwelse räuberisch von Laich, Insektenlarven und kleinen Fischen.
Zwergwelse überleben auch unter ungünstigen Bedingungen
Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit überleben sie auch unter ungünstigen Bedingungen wie Sauerstoffmangel oder trübem Wasser. Insgesamt tragen Zwergwelse somit dazu bei, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu stören, so das Umweltamt.
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