Im niederbayerischen Regen gilt für das ganze Stadtgebiet aktuell eine Abkochverordnung für Trinkwasser. Bei einer Routinekontrolle wurde laut einer Sprecherin der Stadt ein erhöhter Wert von Enterokokken im Trinkwasser nachgewiesen. Diese Bakterien können Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden und Harnwegsinfektionen auslösen. Die Grenzwerte seien minimal erhöht, hieß es weiter.
Anordnung betrifft gesamtes Stadtgebiet
Aktuell kann noch nicht genau gesagt werden, welche Stadtteile das Bakterienvorkommen im Wasser betrifft. Deswegen gilt die Abkochverordnung für das gesamte Stadtgebiet.
Empfohlen wird dies vor allem für Wasser, das getrunken oder zum Beispiel zur Zubereitung von Essen, zum Waschen von Obst oder Gemüse sowie zum Zähneputzen verwendet werden soll. Zum Händewaschen, Duschen oder Wäschewaschen kann das Wasser ohne Abkochen verwendet werden. Die Stadt geht davon aus, dass das Problem relativ schnell behoben werden kann.
Pichelsteinerfest nicht beeinträchtigt
Weil die Pichelsteinerhalle an ein Brunnenwasser-System angeschlossen sei, gebe es hier ohnehin kein Problem mit einem Bakterienvorkommen im davon getrennten Stadtwasser. Das hat der Betreiber der Falter-Brauerei in Regen, Josef Falter, dem BR auf Nachfrage gesagt. Lediglich in einer Fest-Halle war die Gastro-Spülmaschine laut dem Brauereichef zunächst an das Stadtwasser angeschlossen. Hier habe die Brauerei auf die Abkochanordnung reagiert und die Maschine an das Fernleitungswassernetz angeschlossen. Das Pichelsteinerfest, das noch bis morgen andauert, ist demnach nicht beeinträchtigt von der Verunreinigung der städtischen Wasserversorgung beziehungsweise vom aktuellen Abkochgebot.
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