Wasserwand in der Hofer Altstadt
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Die Wasserwand in der Hofer Innenstand im Einsatz – das ist diesen Sommer nicht passiert.
Bildrechte: BR / Annerose Zuber
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Die Wasserwand in der Hofer Innenstand im Einsatz – das ist diesen Sommer nicht passiert.

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Trotz Hitze nicht im Einsatz: Wo sind die Hofer Wasserwände?

Trotz Hitze nicht im Einsatz: Wo sind die Hofer Wasserwände?

Um in der Stadt bei Hitze für Abkühlung zu sorgen, gibt es in Fürth, Nürnberg oder Schwabach Säulen, die Wasser als feinen Nebel versprühen. Auch in Hof hatten sie eine Idee, wie es kühler werden könnte. Leider lief die nicht wie geplant. Und nun?

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Dass sich Städte aufheizen, ist nicht nur im aktuellen Rekord-Sommer ein Thema. Es braucht Lösungen, um die Hitze in den stark versiegelten Innenstädten reduzieren zu können. Auch in Hof hatten sie eine Idee, wie es kühler werden könnte, denn auch in der oberfränkischen Stadt klettern die Temperaturen immer öfter über 30 Grad Celsius.

Plan: Wasserwände in der Innenstadt für Kühle und Frische

Deshalb hat die Stadt drei sogenannte Wasserwände aufgestellt: Aus einem flachen Edelstahl-Tank plätschert Wasser in Dauerschleife über eine große Glasplatte. Das könne die Lufttemperatur in unmittelbarer Umgebung durchaus um einige Grad abkühlen, sagte Professor Günter Müller-Czygan, Leiter des Instituts für nachhaltige Wasserwirtschaft an der Hochschule Hof, beim Aufbau im Sommer 2023. Auch bei Passanten in der Fußgängerzone kamen die Wände mit dem fließenden Wasser gut an. "Auch für die Kinder war das im Sommer eine schöne Abkühlung, die haben dran gespielt", sagt ein junger Vater und fügt an: "Ich find's schade, dass die weg sind."

Realität: Zu teuer, schmutzig, unhygienisch, veralgt

Denn inzwischen sind die Wasserwände schon wieder eingelagert. Warum? CSU-Oberbürgermeister Stefan Schmalfuß erklärt: "Die Wasserwände waren seinerzeit eine gut gemeinte Maßnahme." Allerdings habe sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass Aufwand und Nutzen nicht ganz so optimal seien, wie man sich das gern gewünscht hätte. Der Kühleffekt in der Fußgängerzone sei leider nur minimal. Die Wartungskosten für die drei Wände seien deutlich höher als gedacht. Die Stadt spricht von "5.000 bis 10.000 Euro pro Jahr".

Am Standort in der Fußgängerzone hätten nachts auch durchaus Menschen "reingepinkelt", so Schmalfuß. Außerdem kämen Speisereste in die Wanne, die Wände würden veralgen und vermoosen.

Hoferinnen und Hofer kritisieren die "Geldverschwendung"

Solche Probleme hätte man aber doch vor der Anschaffung der Wände klären müssen, kritisieren viele Hoferinnen und Hofer. Eine Passantin meint: "Ist schade, dass so viel Geld unnütz ausgegeben worden ist. Vielleicht wäre ein Baum sinnvoller gewesen." Das sei typisch für eine Idee, die da sei, aber dann nicht funktioniere, meint eine andere. "Die hätten nie angeschafft werden dürfen – ist Geldverschwendung", die Meinung einer weiteren Passantin.

"Nicht mehr leiten lassen von Fördergeldern und Schnellschüssen"

Die drei Wasserwände eines deutschen Herstellers hatten 25.000 Euro gekostet. Allerdings musste Hof nur 2.500 Euro selbst zahlen – es gab 90 Prozent Zuschuss über ein EU-Förderprogramm zur Belebung der Innenstädte. Da habe man damals als Stadtrat vielleicht zu schnell dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, räumt Stefan Schmalfuß, der seit März Oberbürgermeister ist, ein: "In dem Fall war es jetzt: Wir brauchen was gegen die Hitze. Und da war das eine willkommene Lösung." Aber am Ende sei dann die Ernüchterung, dass es vielleicht doch nicht so zielführend gewesen sei. Daraus sollte die Stadt auch lernen, so Schmalfuß, "dass wir uns nicht immer so leiten lassen von Fördermitteln und Schnellschüssen".

Altersheime und Stadtbücherei Hof mögliche neue Einsatzorte

Dem stimmt SPD-Fraktionschef Florian Strößner zu, der selbstkritisch sagt: "Man muss doch in der Politik mal eingestehen, wenn man bei einer Entscheidung nicht unbedingt die beste getroffen hat. Dann muss man gewisse Entscheidungen auch korrigieren." Er und seine Fraktion seien auch offen für andere Einsatzmöglichkeiten. Deshalb werden gerade zum Beispiel als neue Standorte Hofer Altersheime oder der Innenhof der Stadtbücherei diskutiert. Die Details klärt gerade die Stadtverwaltung – damit die Wasserwände spätestens ab Sommer 2027 wieder für Kühlung sorgen. Als Teil eines umfassenden Klimakonzepts mit Brunnen und mehr Begrünung in der Stadt, das gerade noch erarbeitet wird.

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