Zu sehen ist die Angeklagte im Verhandlungssaal des Landgerichts Traunstein. Ein Anwalt kehrt der Kamera den Rücken zu.
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Am 6. Oktober hatte sich die Angeklagte mit der Staatsanwaltschaft und den Richtern auf einen Deal geeinigt und dafür ein Geständnis abgelegt.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Britta Schultejans
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Am 6. Oktober hatte sich die Angeklagte mit der Staatsanwaltschaft und den Richtern auf einen Deal geeinigt und dafür ein Geständnis abgelegt.

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Trotz Vergewaltigungsgeständnis: Ex-Polizistin legt Revision ein

Trotz Vergewaltigungsgeständnis: Ex-Polizistin legt Revision ein

Noch vor rund einem Monat hatte die Transfrau vor dem Landgericht Traunstein die Vergewaltigung einer 15-Jährigen gestanden und war so einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingegangen. Jetzt hat ihr Verteidiger Revision gegen das Urteil eingelegt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Die ehemalige Bundespolizistin Maja S. will die Entscheidung des Landgerichts Traunstein anfechten, das sie Anfang Oktober unter anderem wegen Vergewaltigung einer Jugendlichen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt hatte. Ihr Verteidiger habe Revision eingelegt, so ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Freitag.

Erst ein Deal mit dem Gericht und jetzt doch Revision

Dieser Schritt kommt überraschend, denn die Angeklagte hatte vor Gericht einem Deal zugestimmt: Maja S. räumte die Tatvorwürfe vollumfänglich ein, verkürzte so den Prozess und ersparte der betroffenen Jugendlichen eine Aussage vor Gericht. Im Gegenzug hatte das Gericht ihr einen Strafrahmen von drei bis dreieinhalb Jahren zugesichert. Das Urteil bewegte sich am oberen Ende dieses Korridors.

Urteil u.a. wegen Vergewaltigung und Körperverletzung

Das Landgericht Traunstein hatte die mittlerweile vom Dienst suspendierte Polizeibeamtin nicht nur wegen Missbrauchs von Jugendlichen, sondern auch wegen Körperverletzung und des Besitzes von Aufnahmen, die sexuelle Gewalt an Kindern zeigen, verurteilt. Sollte das Urteil rechtskräftig werden – was nach dem Einlegen der Revision erstmal nicht der Fall ist – wäre sie nicht nur ihren Beamtenstatus los, sondern auch ihre Pensionsansprüche.

Vergewaltigung passierte auf einer Raststätten-Toilette

Die 55-Jährige hatte zugegeben, im August 2025 die damals 15-jährige Tochter einer Freundin bei einem gemeinsamen Ausflug auf der Toilette eines Fast-Food-Restaurants vergewaltigt zu haben. Die beiden hatten öfter gemeinsam Ausflüge unternommen.

Die Jugendliche war offenbar fasziniert von dem Auftreten der älteren Maja S., ihrem Polizeiberuf, ihren getunten Autos und Motorrädern. Schon ein Jahr zuvor hatte S. der fast 40 Jahre jüngeren Geschädigten eine pornografische Nachricht geschrieben.

Angeklagte war in Männerabteilung der JVA untergebracht

Teil des vor Gericht ausgehandelten Deals war, dass die Jugendliche als Täter-Opfer-Ausgleich insgesamt 11.000 Euro Schadensersatz von Maja S. erhalten sollte.

Die Transfrau war während des Prozesses in der Männerabteilung der Justizvollzugsanstalt München untergebracht. Maja S. ließ ihren früheren männlichen Geschlechtseintrag bereits vor Jahren ändern.

Erstellt mit Informationen von dpa.

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