Kaum ist das neue Denkmal für den "Kini" eingeweiht, schon haben es Unbekannte verunstaltet: "FCK Kini" ist auf dem Gipssockel in blauer Farbe aufgesprüht zu lesen, auf der Säule darüber die Zahlen "1312" – ein Zahlencode, der für "All Cops are Bastards" steht. Wie die Polizei mitteilt, seien Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet worden. Wann genau die Täter das Denkmal verunstalteten, war zunächst unklar. Inzwischen haben Mitarbeiter der Stadt die Schmierereien mit Hochdruckreinigern beseitigt.
SPD-Stadtrat setzt Belohnung aus
Wie die Abendzeitung und die tz berichten (externer Link), habe der SPD-Stadtrat Roland Hefter eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen soll. Auch der Initiator des Denkmals, der Wirt der "Deutschen Eiche" Dietmar Holzapfel, reagierte mit Entsetzen: "Ich bin so frustriert. Ich habe über zwölf Jahre lang darauf hingearbeitet, dass dieses Denkmal entsteht – und dann sieht es nach einer Woche gleich so aus", sagte Holzapfel der Abendzeitung (externer Link).
Enthüllungsfeier mit Ministerpräsident Söder
Erst am 13. Juni wurde die Bronzebüste auf der Corneliusbrücke eingeweiht. An der Enthüllungsfeier nahm unter anderem auch Ministerpräsident Markus Söder teil. Der Ort ist historisch: Hier stand schon ab 1910 ein großes Ludwig-Denkmal. Die Bronzefigur des bayerischen Königs wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Pünktlich zu seinem 140. Todestag ist Ludwig II. in kleinerer Form an die Isar zurückgekehrt. Finanziert wurde das 225.000 Euro teure Denkmal ausschließlich durch Spenden.
Mit Informationen von dpa.
Mitarbeiter der Stadt München haben das beschmierte "Kini"-Denkmal gereinigt.
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