Mit dem Schlauchboot auf der Isar treiben gehört für viele Menschen in und um München zum Sommer dazu – kann aber gefährlich werden, wenn vorgeschriebene Regeln missachtet werden. So etwa am Samstag: Zwei Schlauchboote blieben bei Großhesselohe südlich der Landeshauptstadt in Wasserwalzen hängen, nachdem die Fahrer jeweils die falsche Route gewählt hatten.
Die Polizei berichtet, dass eine Gruppe am Abend verbotswidrig nicht auf den Isar-Werkkanal gewechselt war, wie es für Freizeitfahrten vorgesehen ist, sondern auf der Isar geblieben ist. Dort zog die Strömung das Boot in Richtung Wehr bei Großhesselohe. Zwei Personen konnten sich selbst retten, ein 22-Jähriger musste von Einsatzkräften aus der gefährlichen Situation befreit werden. Die Feuerwehr zog den Mann mit einem Rettungsring an Land.
Weiteres Schlauchboot in Wasserwalze
Wenige Stunden zuvor waren eine 29-Jährige und ein 33-Jähriger mit ihrem Schlauchboot gekentert und ebenfalls in eine Wasserwalze am Isarwehr bei Großhesselohe geraten. Auch sie waren verbotswidrig auf der Isar geblieben. Sie wurden durch Insassen anderer Boote gerettet, mit denen sie gemeinsam unterwegs waren. Die beiden Verunglückten waren laut Polizei deutlich alkoholisiert.
Verletzt wurde bei den Vorfällen ersten Erkenntnissen zufolge niemand, in beiden Fällen waren aber zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte vor Ort. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Bayerische Wassergesetz eingeleitet.
Polizei weist auf Isar-Regeln hin
Die Beamten weisen bei der Gelegenheit auch auf die Regeln zum Befahren der Isar im Landkreis München hin: Unter anderem gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille, Boote dürfen nicht zusammengebunden werden, Kinder bis acht und Nichtschwimmer müssen eine Rettungsweste tragen. Zudem sind Glasflaschen und Musikboxen an Bord verboten.
Mit Informationen von dpa
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