Eine 39-Jährige hat am Dienstagabend auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Adelsried und Neusäß die Kontrolle über ihr Auto verloren. Das Auto fuhr daraufhin in die Mittelleitplanke, überschlug sich und blieb demoliert liegen. Neben der Frau waren auch vier Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren im Auto. Alle fünf Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Laut Polizei-Einsatzzentrale war keines der Kinder angeschnallt.
Polizei und ADAC mahnen eindringlich, sich anzuschnallen
In diesem Zusammenhang mahnt die Polizei noch einmal eindringlich, im Fahrzeug immer den Sicherheitsgurt anzulegen. Ein Gurt könne Leben retten. Außerdem könne die Kfz-Haftpflichtversicherung Probleme machen, wenn man bei einem Unfall nicht angeschnallt war, schreibt der ADAC [externer Link]. Allerdings müsse nachgewiesen sein, dass das Anschnallen die aufgetretenen Verletzungen verhindern hätte können.
Auch der ADAC rät, sich beim Autofahren immer anzuschnallen: "Es ist so einfach, sich zu schützen. Ein Klick kann Leben retten."
Nahezu auf der ganzen Welt Anschnallpflicht
Insgesamt liegt die Anschnallquote deutschlandweit bei circa 98 Prozent. 2024 kamen in Bayern laut Innenministerium [externer Link] 214 Personen bei Pkw-Unfällen ums Leben, 36 von ihnen nicht angeschnallt. Zudem verstarb ein Kind, das ungesichert im Fahrzeug mitfuhr. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres starben 20 Menschen auf Bayerns Straßen, weil sie nicht angeschnallt waren. (Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2024 waren es 17.)
In Deutschland und den meisten Ländern der Welt ist es laut ADAC Pflicht, sich anzuschnallen. Wer in Deutschland unangeschnallt im Auto kontrolliert wird, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro rechnen. Und wer Kinder ohne Sicherung befördert, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro, sowie ein Punkt in Flensburg.
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