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Computer in der Forschung.
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Universitäten besonders gefährdet bei Cyberangriffen

Universitäten besonders gefährdet bei Cyberangriffen

Der Datenklau an der Ludwig-Maximilians-Universität war kein Einzelfall. Alle bayerischen Universitäten müssen täglich Cyberattacken abwehren. Mit Tausenden Studenten, Hunderten Standorten und Fakultäten sind sie besonders verwundbar.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Durch Künstliche Intelligenz habe die Gefahr von Cyberangriffen deutlich zugenommen, sagt Thomas Schreck, Professor für Cybersicherheit und oberster Wächter über die IT-Systeme der Hochschule München. Täglich würden die Sicherheitssysteme Angriffe registrieren – und abwehren.

Fast jede Universität betroffen

Der BR hat bei Universitäten in allen Regierungsbezirken nachgefragt: Alle berichten von einer erheblichen Zahl an Angriffen. Die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden betont außerdem, es gäbe erheblich mehr Angriffe in den letzten Monaten und Jahren. Die Universität Bayreuth beziffert die Zahl der Angriffe auf einen zweistelligen Millionenbereich. Es handele sich dabei meist um automatisierte Angriffe. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg meldet zwei Vorfälle kürzlich, allerdings mit geringem Datenabgriff.

Universitäten besonders gefährdet

"Jeder Lehrstuhl, jeder Professor forscht unabhängig. Das bedeutet wiederum, dass er die für seine Forschungsgebiete notwendigen EDV-Anwendungen dezentral organisiert", sagt Thomas Petri. Er ist der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz.

Die Universitätsnetze seien sehr vielfältig und verzweigt. "Das ist natürlich unter IT-Sicherheitsgesichtspunkten schon eine Herausforderung", so Petri. Etwa die Hochschule München hat insgesamt sieben Standorte in und um München und etwa 20.000 Studenten.

"Da gibt es eine Vielzahl an Schnittstellen und Zugängen – die muss man alle vor Angreifern schützen", sagt Thomas Schreck. Es sei ein ungleicher Kampf: Als Sicherheitsexperte müssten er und sein Team alle Zugänge im Auge behalten. Wenn es einem Hacker gelänge, nur eine einzige Schranke zu überwinden, dann reiche das schon, um viel Schaden anzurichten.

Sicherheitspaket – auch gegen Sabotage

Christoph Hackl ist Professor an der Hochschule München und Leiter eines Labors, in dem Systeme zum Betrieb von Stromübertragungsnetzen entwickelt werden. Ein Sicherheitsproblem hat er in vielfacher Hinsicht: "Wir haben Forschungsergebnisse, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wer sie erbeutet, könnte sie für eigene Technologien nutzen."

Technologisches Wissen kann aber auch dafür genutzt werden, solche Anlagen, wenn sie später in Betrieb sind, zu sabotieren. Gemeinsam mit Thomas Schreck entwickelt Christoph Hackl ein ganzes Sicherheitspaket – für den Schutz des Labors und der Daten – aber eben auch, um die Anlagen später im Betrieb resilient gegen Sabotage zu machen.

Universitäten arbeiten zusammen

Etwa im Bayerischen Forschungsnetzwerk für Digitale Sicherheit versuchen sich die Universitäten abzustimmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Inzwischen machen sie es auch so wie die Hacker: Sie lassen KI-Tools auf ihre Systeme los, nicht um sie zu hacken, sondern um mögliche Schwachstellen zu finden.

Außerdem müsse man das Bewusstsein der Studenten und Professoren schärfen, um vorsichtig mit Mails umzugehen und nicht auf jeden Link zu klicken, empfiehlt der Bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri. Der Mensch könne nämlich schnell selbst zum Einfallstor für Cyberkriminelle werden. Schließlich empfiehlt Petri: "Geht sparsam mit euren eigenen Daten um, denn ihr wisst nicht, in welchem Zusammenhang diese Daten wieder auftauchen."

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