Das TikTok-Video ging Anfang der Woche viral: Das Spezialeinsatzkommando (SEK) begleitet einen Gefangenen aus dem Klinikum Landshut, als er zurück in die JVA verlegt wird. Nun sitzen zwei Männer im Alter von 23 und 25 Jahren in Haft. Sie sollen versucht haben, den 49-Jährigen aus der Haft zu befreien. Der Mann soll dafür einen medizinischen Notfall vorgetäuscht haben. Das teilt die Staatsanwaltschaft Amberg mit.
- Zum Vorbericht: Großeinsatz am Klinikum Landshut wegen JVA-Häftling
Drogenhandel und schwerer Raub
Der Ukrainer wurde Ende Juni vom Landgericht Amberg wegen bandenmäßigen und bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Bereits 2018 hatte ihn das Landgericht Weiden zu zehn Jahren Haft verurteilt wegen schweren Raubes. Sein 25-jähriger Sohn soll nun mit einem weiteren Mann versucht haben, den 49-Jährigen aus der Haft in Landshut zu befreien. Der Gefangene hatte dafür mutmaßlich einen medizinischen Notfall vorgetäuscht, so Oberstaatsanwalt Carsten Reichel.
Mutmaßliche Helfer in U-Haft
Gegen den 25 Jahre alten Sohn läuft bereits ein Verfahren wegen Handeltreibens und Einfuhr von Betäubungsmitteln. Er sitzt nun in U-Haft wegen dringenden Tatverdachts der versuchten Gefangenenbefreiung, genauso wie sein 23-jähriger mutmaßlicher Komplize. Die beiden sind ukrainisch-deutscher bzw. ukrainisch-ungarischer Herkunft.
Der 49 Jahre alte Häftling, der befreit werden sollte, wurde von der JVA Landshut zunächst in das Klinikum Landshut verlegt und anschließend nach medizinischer Versorgung in eine bayerische Justizvollzugsanstalt überstellt.
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