Bergwacht im Allgäu stößt an ihre Grenzen.
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Viele Einsätze: Bergwacht Oberstdorf stößt an ihre Grenzen

Viele Einsätze: Bergwacht Oberstdorf stößt an ihre Grenzen

Stürze, eine lange Vermisstensuche, allergische Reaktionen oder Fußverletzungen: In einer "Rekordwoche" musste die Bergwacht Oberstdorf zu insgesamt 27 Einsätzen ausrücken – und ist damit mit ihren ehrenamtlichen Kräften ans Limit gekommen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

"Ehrenamt am Limit": Unter diesem Titel hat die Bergwacht Oberstdorf einen Beitrag in ihren sozialen Medien veröffentlicht. Innerhalb von nur sieben Tagen (27.07.-02.08.) wurden die Retter zu insgesamt 27 Einsätzen gerufen, die Bergwacht spricht von einer "Rekordwoche".

Stürze, Verletzungen, Erschöpfung

Hinter den ehrenamtlichen Rettern liegen anspruchsvolle Tage. Dabei hätten insbesondere wechselnde Wetterlagen bei den Einsätzen aus der Luft und zu Fuß immer wieder für Herausforderungen gesorgt. Das Einsatzspektrum reichte von Verletzungen nach Stürzen oder Fahrradunfällen über eine ausgekugelte Schulter bis zu allergischen Reaktionen. Auch verstiegene oder erschöpfte Wanderer sowie eine Frau mit Kopfverletzung mussten mit dem Helikopter ausgeflogen werden.

Vermisster Mann wird lebend gefunden

Ein glückliches Ende nahm die Vermisstensuche am Fellhorn, bei der ein 72-jähriger Mann nach fast 48 Stunden im Gelände lebend und unverletzt aufgefunden werden konnte. Rund 60 Einsatzkräfte der Bergwacht Oberstdorf, der Bergrettung Riezlern, der Polizei, mehrere Suchhundestaffeln sowie das Bergwacht Technik Team hatten das Fellhorngebiet abgesucht. Auch Mantrailer, Drohnen und Hubschrauber kamen zum Einsatz.

Gewitter erschwerten die Suchaktion, ehe laut Bergwacht die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Vermissten mithilfe einer Suchkamera abseits der Wege entdeckte. "Dass der Mann nach mehr als 48 Stunden ohne Ausrüstung im Gelände lebend gefunden wurde, ist ein außergewöhnlicher Einsatzerfolg. Aufgrund seiner Orientierungslosigkeit und der schwierigen Wetterbedingungen war dieser Ausgang am dritten Tag keineswegs selbstverständlich, schreibt die Bergwacht.

Bergwacht Oberstdorf ist immer einsatzbereit

Aktuell gehören knapp 60 Kräfte zur Bergwacht Oberstdorf. Die Retter sind ehrenamtlich im Einsatz, an 365 Tagen im Jahr. Ihr Einsatzgebiet umfasst eine Fläche von mehr als 230 Quadratkilometern rund um die Marktgemeinde Oberstdorf sowie die Nachbargemeinden Fischen und Obermaiselstein. Häufige Einsatzorte sind das Nebelhorn, Fellhorn und Kanzelwand sowie das Söllereck.

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