Zwei Frauen nehmen anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine an einer Kundgebung auf dem Marienplatz teil und halten ein Plakat mit der Aufschrfit „One World - One Fight“ in den Händen.
Zwei Frauen nehmen anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine an einer Kundgebung auf dem Marienplatz teil und halten ein Plakat mit der Aufschrfit „One World - One Fight“ in den Händen.
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Zwei Frauen nehmen anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine an einer Kundgebung auf dem Marienplatz teil.
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Zwei Frauen nehmen anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine an einer Kundgebung auf dem Marienplatz teil.

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Ukraine-Demos in Bayern: "Wir geben nicht auf"

Ukraine-Demos in Bayern: "Wir geben nicht auf"

Mit Fahnen, Gebeten und bewegenden Worten haben Hunderte Menschen in München und Nürnberg vier Jahre nach Kriegsbeginn ihre Solidarität mit der Ukraine bekräftigt. Sie gedachten der Opfer – und forderten entschlossene Unterstützung.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Vier Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine haben in Bayern Hunderte Menschen ein sichtbares Zeichen der Solidarität gesetzt. In München und Nürnberg erinnerten sie an die Opfer des Krieges – und forderten zugleich weitere Unterstützung für das angegriffene Land.

Demonstranten sprechen von einem "schwarzen Tag"

Auf der Bühne am Marienplatz waren sie nicht zu übersehen: Plakate mit Porträts ukrainischer Soldaten. Die jungen Männer sind vermisst oder im Krieg gestorben. Vor dieser Kulisse versammelten sich nach Polizeiangaben rund 800 Menschen, um ihre Solidarität zu bekunden. Viele hatten ukrainische Flaggen um ihre Schultern gelegt, sie trotzten sogar dem Regen, um an der Kundgebung teilzunehmen. Die Teilnehmer standen teilweise mit Tränen in den Augen Schulter an Schulter. Für Frieden, für Europa, für Freiheit. Viele sprachen von einem "schwarzen Tag".

Demonstranten zeigen Solidarität mit der Ukraine

Die Veranstaltung begann mit einem ökumenischen Gebet. In Redebeiträgen erinnerten Kommunalpolitiker und Unterstützer an das Leid der vergangenen vier Jahre. Auch ukrainische Live-Musik war zu hören. Familien, junge Menschen und Geflüchtete, die inzwischen in München ein neues Zuhause gefunden haben, standen Seite an Seite. Darunter etwa die 18-jährige Alona: "Ich bin nicht so stark wie die Menschen in der Ukraine, die dort leben. Sie haben so starken Stress, und sie leben trotzdem irgendwie weiter."

Die Organisatoren – ein internationales Team an Ukraine-Unterstützern – forderten stärkere humanitäre und militärische Hilfe. Die Ukrainer verteidigten "ihre - und unsere - Freiheit und Demokratie", hieß es. Unter diesen Organisatorinnen war auch Valentyna de Maar. "Wir haben Angst, dass wir wertvolle Zeit verlieren. Dass die Ukraine nicht stark genug unterstützt wird. Und dass Europa nicht schnell genug seine eigene Sicherheit stärkt, und wir am Ende Frieden und Demokratie verlieren", betonte de Maar. Immer wieder wurden kämpferische Worte laut, die Hoffnung machen sollten. "Wir geben nicht auf", rief eine Rednerin, aus der Masse wurde ihr Ausruf wiederholt.

"Dieses Sterben, das ist einfach furchtbar. Man steht hier und weiß manchmal gar nicht, wie man damit umgehen soll", sagte Demo-Teilnehmerin Carolin.

Schweigeminute und Fahnenmeer in Nürnberg

Auch in der Nürnberger Innenstadt gedachten rund 500 Menschen der Opfer. Die Kundgebung, organisiert vom Verein der Ukrainer in Franken, begann mit einer Schweigeminute. Anschließend zogen die Teilnehmer mit einer gut 100 Meter langen ukrainischen Fahne durch die Fußgängerzone.

Auf Transparenten waren klare Botschaften zu lesen. "Der einzige Deal, der funktioniert, ist Putins Niederlage", stand auf einem der Plakate. In Redebeiträgen wurde betont, dass die Ukraine mehr Unterstützung brauche, um den Krieg zu beenden.

Mit Informationen von dpa

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